Europa kündigt Entwicklung eines eigenen bemannten Raumschiffs an

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat erklärt, dass Europa ein eigenes, unabhängiges Raumfahrtprogramm entwickeln und innerhalb eines Jahrzehnts über ein eigenes bemanntes Raumfahrtsystem verfügen muss. Diese Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit Europas von ausländischen Technologien zu beenden und die technologische Souveränität der Region zu sichern. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Laut ixbt.com hat auch Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet und betont, dass Europa die Investitionen in seine Raumfahrtindustrie drastisch erhöhen müsse. Er merkte an, dass die europäischen Nationen in Zukunft wählen müssten, ob sie im Weltraum „Passagier“ oder „Pilot“ sein wollen.
Phasenweiser Entwicklungsplan
Derzeit verfügt Europa nicht über die Fähigkeit, seine Astronauten unabhängig in die Umlaufbahn zu befördern, und ist auf ausländische Transportsysteme angewiesen. Gemäß dem von Macron vorgestellten Plan soll sich diese Situation im nächsten Jahrzehnt grundlegend ändern.Als erste Stufe des Programms ist die Entwicklung des europäischen Frachtraumschiffs Nyx geplant. Dieses soll in zwei Jahren an die Internationale Raumstation andocken. Obwohl der Beginn des kontrollierten Absturzes der ISS für 2030 geplant ist, gilt dieser Prozess als wichtiger Schritt zur Erprobung der Technologien.
Mondmissionen
Danach ist innerhalb von fünf Jahren der Start der Argonaut-Landeeinheit auf die Mondoberfläche vorgesehen. Erst danach plant Europa den Übergang zu eigenen bemannten Weltraumflügen.Innerhalb von zehn Jahren soll ein spezielles Raumschiff vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten, das europäische und ausländische Astronauten in die Umlaufbahn befördert. Dies wird es Europa ermöglichen, seine eigene Weltrauminfrastruktur unabhängig zu nutzen.
Finanzielle Kosten und Investitionen
Die Umsetzung des Programms erfordert enorme Investitionen. Aschbacher betonte, dass Europa für dieses Ziel über ein Jahrzehnt hinweg jährlich etwa 1 Milliarde Euro, also insgesamt 10 Milliarden Euro, bereitstellen müsse.Gleichzeitig ist die Aufrechterhaltung der Abhängigkeit von bestehenden ausländischen Diensten ebenfalls kostspielig. Nach Schätzungen des ESA-Chefs werden im nächsten Jahrzehnt etwa 5 Milliarden Euro für den Kauf von Astronauten-Transportdiensten ausgegeben. Daher wird der Aufbau eines eigenen Systems nicht als übermäßige Ausgabe, sondern als strategische Investition in die Zukunft betrachtet.

















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