Robotersystem zur Inspektion von Gefahrgutobjekten in Russland entwickelt

Wissenschaftler der Polytechnischen Universität Tomsk haben ein Robotersystem entwickelt, das für die Inspektion von Kommunikationsleitungen in hochradioaktiven Anlagen konzipiert ist. Dieser im Rahmen des föderalen Programms "Prioritet-2030" entwickelte Prototyp hat Labortests erfolgreich bestanden und wird nun für die Überprüfung am forschungstechnischen Kernreaktor der Universität vorbereitet. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Das System dient der Diagnose und Zustandsbewertung der inneren Struktur von Rohren und anderen Versorgungsleitungen in kerntechnischen Anlagen. Das Gerät umfasst eine mechanische Plattform, ein Steuerungssystem, spezielle Software und integrierte Strahlungsüberwachungsinstrumente. Die wissenschaftliche Neuheit der Entwicklung liegt in ihrem universellen Fahrgestell, das die Fortbewegung auf verschiedenen Oberflächen sowie die Montage von Modulen für visuelle und dosimetrische Scans ermöglicht.
Die Entwickler betonen, dass es in Russland kein vergleichbares System gibt. Obwohl es weltweit ähnliche Lösungen gibt, sind diese deutlich größer und nur für großformatige Anlagen ausgelegt. Die von den Tomsker Wissenschaftlern vorgeschlagene technische Lösung ermöglicht die Inspektion von Rohren mit unterschiedlichen Querschnitten, Durchmessern und Formen. Über 80 Prozent der Komponenten des Systems stammen von lokalen Herstellern.
Die Erprobung des Geräts am Forschungsreaktor ist für den Sommer 2026 geplant. Die Projektautoren beabsichtigen zudem, ein Gebrauchsmuster anzumelden und das System um ein Probenahmemodul zu erweitern. Unternehmen der Atomindustrie, insbesondere Organisationen, die sich mit der Stilllegung von strahlungsgefährdeten Anlagen befassen, zeigen großes Interesse an dieser Neuerung.
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