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Wladimir Putin äußert sich beim Gipfel in Astana zu Armenien

Der russische Präsident Wladimir Putin nahm am 29. Mai an einer Pressekonferenz nach Abschluss des Gipfels der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, teil. In seiner Rede äußerte sich der Kremlchef zur Zusammenarbeit innerhalb der EAWU, zu Abrechnungen in Landeswährungen und zur außenpolitischen Ausrichtung Armeniens.

Putin betonte, dass die Vertiefung der Bündnisbeziehungen zu den Mitgliedstaaten der EAWU für Russland weiterhin eine Priorität bleibe. Er stellte fest, dass innerhalb der EAWU gemeinsame Märkte für Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräfte entstanden seien. Laut dem russischen Präsidenten erreichte der Handelsumsatz zwischen den Ländern der Union im vergangenen Jahr 95 Milliarden Dollar.

Putin wies zudem darauf hin, dass fast alle Abrechnungen zwischen den EAWU-Ländern in Landeswährungen abgewickelt werden. Seiner Ansicht nach ist das Bestreben der Mitgliedstaaten, sich bei Grundnahrungsmitteln selbst zu versorgen, ebenfalls ein wichtiger wirtschaftlicher Trend.

Auf der Pressekonferenz ging der russische Staatschef auch gesondert auf die Frage Armeniens ein. Er sprach von „besonderen Beziehungen“ zwischen Russland und Armenien und erklärte, dass diese Verbindungen nicht vollständig abbrechen würden, egal welche Entscheidung Eriwan bezüglich einer Annäherung an den Westen treffe. Putin betonte jedoch, dass es innerhalb der EAWU in erster Linie um wirtschaftliche Interessen gehe.

Er merkte an, dass bei einer Umstellung Armeniens auf Standards der Europäischen Union die Fragen der wirtschaftlichen Integration innerhalb Russlands und der EAWU neu bewertet werden könnten. Putin erklärte, dass dies Auswirkungen auf armenische Produkte, einschließlich Weinexporte, Eisenbahntarife, Energiepreise und den Status armenischer Staatsbürger in Russland haben könnte.

Der russische Präsident erwähnte auch die Krise in der Ukraine und brachte deren Beginn mit Kiews Bestrebungen zur Annäherung an die Europäische Union in Verbindung. Gleichzeitig erklärte er, dass die Eurasische Union Armenien dazu auffordere, so bald wie möglich ein Referendum über die Mitgliedschaft abzuhalten.

Es sei daran erinnert, dass der armenische Premierminister Nikol Paschinjan nicht am EAWU-Gipfel in Astana teilnahm. Zuvor gab es Berichte, dass Eriwan eine Politik der Annäherung an die EU gewählt habe. Dies befeuert neue Diskussionen über die Zukunft Armeniens in der Eurasischen Wirtschaftsunion.

Kurz gesagt: Nach dem Gipfel in Astana bezeichnete Putin die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den EAWU-Ländern als wichtige Priorität für Russland. In Bezug auf Armenien sandte er ein klares Signal: Politische Entscheidungen sind eine Sache, doch jede Entscheidung bei der wirtschaftlichen Integration hat ihren Preis.

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