Antike Villa bei Rom versetzt Wissenschaftler in Staunen

Im Gebiet Castel di Guido in der Nähe der italienischen Hauptstadt Rom wurden Überreste einer riesigen und luxuriösen Villa aus der Zeit des Römischen Reiches identifiziert. Der historische Fund weckt großes Interesse bei Archäologen und Experten.
Berichten zufolge informierten Anwohner im Februar dieses Jahres die Strafverfolgungsbehörden über verdächtige Aktivitäten in diesem Gebiet. Bei anschließenden Untersuchungen stellten die Carabinieri Spuren illegaler Ausgrabungen fest – nächtliche Aktivitäten, frisch ausgehobene Erde und den Einsatz nicht genehmigter Maschinen.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass eine Gruppe von Personen mit einem Bagger in das Gebiet eingedrungen war und ein unterirdisch verborgenes antikes Bauwerk erreichte. Obwohl die Grabungen schnell gestoppt wurden, führten genau diese Handlungen zur Entdeckung einer bisher unbekannten römischen Villa.
Archäologen konnten bisher ein zentrales Atrium, einen großen Saal mit einem Wasserbecken sowie einzigartige schwarz-weiße Mosaikböden freilegen. Es heißt, dass geometrische und pflanzliche Muster in den Mosaiken erhalten geblieben sind.
Vertreter des italienischen Kulturministeriums betonten, dass dieses Gebiet einst zur Siedlung Lorium gehörte, die häufig von römischen Kaisern besucht wurde. Daher könnte die gefundene Villa die Residenz wohlhabender Aristokraten der Oberschicht gewesen sein.
Bei den Ausgrabungen wurden auch Marmordekorationen, Skulpturenfragmente und Artefakte gefunden, die Silvanus, dem Schutzpatron der Natur in der römischen Mythologie, zugeordnet werden.
Behörden erklären, dass einige Teile des Bauwerks durch die illegalen Grabungen beschädigt wurden. Ob historische Wertgegenstände gestohlen wurden, ist derzeit noch unklar. Derzeit werden im Gebiet archäologische Untersuchungen fortgesetzt. Zukünftig werden Besucher die Möglichkeit haben, diese einzigartige historische Stätte nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen.
















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