Ro‘ziqul Berdiyev stoppte das Comeback: Worin liegt Nasafs Stärke?

Ro‘ziqul Berdiyev stoppte das Comeback: Worin liegt Nasafs Stärke?

Nasaf besiegte OKMK am 15. Spieltag der Super League auswärts mit 2:1 und holte im Kampf um die Spitzenplätze drei wichtige Punkte. Nach dem Sieg erklärte Nasaf-Cheftrainer Ro‘ziqul Berdiyev, wie sein Team ein weiteres Comeback der Gastgeber verhinderte.

Bei der Pressekonferenz wurde jedoch ein noch wichtigeres Thema als das Ergebnis angesprochen: Zehn Spieler aus dem Kader des vergangenen Jahres haben den Verein verlassen, während der Klub aus finanziellen Gründen auf dem Transfermarkt kaum aktiv ist. Trotzdem hält Berdiyev Nasaf für eine Mannschaft, die mindestens um einen Podestplatz kämpfen kann.

OKMKs übliches Comeback blieb diesmal aus

Das Spiel in Olmaliq begann erfolgreich für Nasaf. Bobur Abduxoliqov erzielte in der achten Minute die Führung, Sharof Muhitdinov erhöhte in der 61. Minute auf 2:0 für die Gäste.

OKMK brachte in der 70. Minute durch ein Tor von Avazbek O‘lmasaliyev die Spannung zurück. Danach drängten die Gastgeber mit großer Kraft nach vorne und erhöhten den Druck auf den Ausgleich.

Ro‘ziqul Berdiyev bezeichnete genau diese Phase als den schwierigsten Teil der Partie.

„Wir haben OKMK heute kein Comeback erlaubt. Das ist für sie zur Gewohnheit geworden, und sie kämpfen bis zum Schluss.“

Nach Ansicht des Trainers bestand Nasafs wichtigste Aufgabe nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 darin, dem Druck standzuhalten und das Spiel zu kontrollieren, indem man dem Gegner kein zweites Tor erlaubte.

Die Initiative lag bei OKMK, das Ergebnis aber bei Nasaf

Berdiyev räumte ein, dass OKMK während der Partie mehr Initiative hatte. Besonders nach dem zweiten Tor nahm Nasaf die Offensivaktivität zurück und konzentrierte sich vor allem darauf, die Führung zu verteidigen.

„Während des Spiels lag die Initiative vielleicht bei OKMK, aber wir haben in der Defensive diszipliniert gespielt.“

Nasaf versuchte in dieser Partie nicht, den Ball zu dominieren oder ständig anzugreifen. Die Mannschaft wollte die freien Räume des Gegners nutzen, schnell kontern und in der Defensive eine zahlenmäßige Überlegenheit schaffen.

In der ersten Halbzeit ging dieser Plan auf. Nasaf erzielte nicht nur ein frühes Tor, sondern startete auch mehrere gefährliche Konter.

In der zweiten Halbzeit änderte sich die Situation jedoch:

Spielphase

Nasafs Vorgehen

Erste Halbzeit

Disziplinierte Defensive und schnelle Konter

Nach der 61. Minute

Die Zwei-Tore-Führung verteidigen

Nach dem OKMK-Tor

Tiefer verteidigen und dem Druck standhalten

Schlussminuten

Das Ergebnis kontrollieren

Berdiyev verschwieg auch nicht, dass er unzufrieden damit war, dass Nasaf beim Stand von 0:2 die Initiative vollständig dem Gegner überlassen hatte. Seiner Aussage nach hätte eine solche Situation für Nasaf noch schwerwiegendere Folgen haben können.

Ne’matov wurde zum heimlichen Helden des Sieges

Beim Auswärtssieg von Nasaf spielte Torwart Abduvohid Ne’matov eine besonders wichtige Rolle. Berdiyev betonte, dass er in beiden Halbzeiten mehrere entscheidende Situationen entschärft habe.

„Ne’matov hat erneut gezeigt, dass er ein erfahrener Torwart ist. In der ersten Halbzeit entschärfte er zwei gute Chancen, und auch in der zweiten Halbzeit war er zur Stelle.“

Auch bei OKMKs einzigem Treffer konnte Ne’matov zunächst den ersten Schuss abwehren. Da Nasafs Verteidiger Avazbek O‘lmasaliyev jedoch nicht eng genug deckten, verwertete der Spieler der Gastgeber den Abpraller.

Aus Berdiyevs Worten lässt sich schließen, dass Ne’matovs Paraden nicht nur den Spielstand bewahrten, sondern Nasaf auch ermöglichten, den taktischen Plan fortzusetzen.

Hätte der Torwart in den ersten Minuten ein Gegentor kassiert, hätte Nasaf mehr Kraft auf den Ausgleich als auf die Defensive verwenden müssen. Das hätte den Spielverlauf vollständig verändern können.

Zehn Spieler haben den Kader seit dem vergangenen Jahr verlassen

Der aufschlussreichste Teil der Pressekonferenz war die Antwort auf eine Frage zu Nasafs finanziellen Möglichkeiten und Transferpolitik.

Ro‘ziqul Berdiyev sagte offen, dass die geringe Aktivität des Klubs auf dem Transfermarkt kein Zufall sei.

„Unsere finanziellen Möglichkeiten sind nicht besonders groß. Ihr seht selbst, dass wir im Transferfenster nicht aktiv sind – dafür gibt es einen Grund.“

Der Trainer teilte mit, dass zehn starke Spieler den Kader der vergangenen Saison verlassen hätten. Sie wurden größtenteils durch junge Spieler ersetzt.

Damit stehen dem Trainerstab zwei Aufgaben bevor:

  • die Mannschaftsergebnisse zu halten;

  • die jungen Spieler in kurzer Zeit auf Erstliganiveau zu bringen.

Bereits im Mai hatte Berdiyev die Notwendigkeit einer Kaderverstärkung betont und gesagt, dass die Mannschaft vor der zweiten Saisonhälfte erneut Schwierigkeiten bekommen könnte, wenn keine neuen Spieler verpflichtet würden. Damals erklärte er, Nasaf benötige drei oder vier Spieler auf hohem Niveau.

Trotz finanzieller Einschränkungen kämpfen die Spieler

Für Berdiyev bemisst sich der Wert des Sieges gegen OKMK nicht nur an den drei Punkten in der Tabelle.

Seiner Meinung nach verdient es besondere Anerkennung, dass die Spieler trotz begrenzter Möglichkeiten und eines stark veränderten Kaders auf dem Platz alles geben.

„Trotzdem spielen die Jungs auf dem Platz mit voller Kraft. Darüber freuen wir uns doppelt.“

Diese Aussage zeigt Nasafs größte Stärke in dieser Saison. Die Mannschaft verfügt möglicherweise weder über eine so tiefe Bank noch über ein so großes Transferbudget wie ihre Konkurrenten. Doch die organisierte Defensive, die mannschaftliche Disziplin und der Kampf um jedes Ergebnis sind erhalten geblieben.

Das Spiel gegen OKMK war ein klares Beispiel dafür: Die Gastgeber griffen häufiger an, doch Nasaf agierte in den entscheidenden Situationen präziser und geduldiger.

Nicht die Meisterschaft, sondern ein Podestplatz ist das realistische Ziel

Berdiyev überschätzte Nasafs Titelchancen nicht. Er hält Pakhtakor und Neftchi hinsichtlich Kaderqualität und Gesamtpotenzial für stärker als die anderen Klubs.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Nasaf den Kampf um die Spitzenplätze aufgibt.

„Wir können zumindest um einen Podestplatz kämpfen. Dazu haben wir die Möglichkeiten.“

Der Sieg in Olmaliq machte dieses Ziel realistischer. Nasaf besiegte einen direkten Konkurrenten auswärts und verkürzte den Abstand zu den Spitzenplätzen.

Am wichtigsten ist, dass die Mannschaft gezeigt hat, auch unter großem Druck Ergebnisse einfahren zu können. Im Kampf um die Podestplätze sind genau solche Spiele entscheidend.

Vor der AFC Champions League Two muss der Kader verstärkt werden

Neben der heimischen Meisterschaft wartet auf Nasaf auch die Teilnahme an der AFC Champions League Two. Wegen des engen Spielplans, langer Reisen und starker Gegner erfordert das internationale Turnier einen breiten Kader.

Berdiyev teilte mit, dass neue Spieler für einige Positionen gesucht würden. Der Trainer hofft, dass sie der Mannschaft praktisch weiterhelfen können.

Bei Transfers sind für Nasaf nicht der Name eines Spielers, sondern folgende Eigenschaften entscheidend:

  • sich schnell an den Spielstil der Mannschaft anpassen;

  • auf mehreren Positionen spielen können;

  • in der heimischen Liga und im asiatischen Wettbewerb gleichermaßen leistungsfähig sein;

  • Erfahrung in den jungen Kader einbringen;

  • zu den finanziellen Möglichkeiten des Klubs passen.

Wenn keine neuen Spieler kommen, könnte die Belastung der Stammspieler steigen. Dadurch wächst im entscheidenden Saisonabschnitt das Risiko von Verletzungen und körperlicher Erschöpfung.

Der Sieg in Olmaliq war mehr wert als drei Punkte

Mit dem Sieg gegen OKMK erreichte Nasaf gleichzeitig mehrere wichtige Ziele.

Die Mannschaft bezwang einen starken Gegner auswärts, hielt dem Druck nach einer Zwei-Tore-Führung stand, verhinderte OKMKs Comeback und kehrte in den Kampf um die Spitzenplätze zurück.

Die größte Bedeutung des Sieges liegt jedoch woanders: Er zeigte, dass auch ein stark erneuerter Kader mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten durch Disziplin und mannschaftliches Zusammenspiel große Ergebnisse erzielen kann.

Die wichtigste Frage lautet nun: Kann Nasaf diesen schwierigen und disziplinierten Fußball über die gesamte Saison hinweg bewahren? Der Sieg gegen OKMK hat den Weg zu einem Podestplatz geöffnet, doch in der heimischen Liga und auf der asiatischen Bühne warten noch viele weitere Prüfungen.

Glaubt ihr, dass Nasaf mit dem aktuellen Kader unter die besten drei der Super League kommen kann? Hinterlasst eure Meinung in den Kommentaren und teilt den Artikel auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken mit Sportfans!

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