Fall der in Buchara getöteten indischen Studentin auch in Indien eröffnet

Fall der in Buchara getöteten indischen Studentin auch in Indien eröffnet

Der Tod einer 22-jährigen indischen Studentin in Buchara hat nun auch eine internationale juristische Dimension erreicht. Die Polizei im indischen Bundesstaat Kerala hat ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

Berichten zufolge wurde der Fall auf Grundlage einer Anzeige der Eltern des Opfers offiziell bei der Polizeistation Haripad im Bezirk Alappuzha registriert. Zudem wurde in Kerala eine gerichtsmedizinische Untersuchung veranlasst.

Vertreter der Polizei von Kerala erklärten, dass das geltende Recht trotz des Tatorts in Usbekistan die Eröffnung eines Verfahrens in Indien auf Basis internationaler Rechtsnormen ermögliche. Sollte der Verdächtige in Usbekistan zur Rechenschaft gezogen werden, wird das Verfahren eingestellt. Andernfalls könnte die Ermittlung durch Indien fortgesetzt werden.

Hierfür ist eine Zusammenarbeit mit den usbekischen Strafverfolgungsbehörden über die indische Botschaft in Usbekistan und das Außenministerium geplant. Auch Informationen zur Festnahme des Verdächtigen werden derzeit geprüft.

Die Angehörigen des Opfers fordern, dass sich die Ermittlungen nicht nur auf Usbekistan beschränken. Sie verlangen eine vollständige Aufklärung des Falls in Kerala sowie die Prüfung einer Auslieferung des Hauptverdächtigen nach Indien mittels internationaler Rechtsmechanismen.

Nach vorläufigen Informationen steht ein Kommilitone der jungen Frau unter Verdacht. Die Ermittlungshypothese besagt, dass der junge Mann während eines Streits mit einem Laptop auf den Kopf der Studentin einschlug, was zu ihrem Tod führte.

Die Familie des Opfers betont jedoch, dass der Vorfall weitaus schwerwiegender war als in offiziellen Berichten dargestellt. Sie geben an, dass der Körper nach der Überführung aus Usbekistan zahlreiche Verletzungsspuren aufwies. Angehörige berichteten zudem, dass während der Ermittlungen Hinweise darauf aufgetaucht seien, dass das Opfer vor ihrem Tod Gewalt erfahren habe.

Die Familienvertreter vermuten, dass nicht nur ein einzelner Schlag, sondern auch vorangegangene Misshandlungen zum Tod der jungen Frau geführt haben könnten. Daher beobachten sie die Ermittlungsergebnisse in Usbekistan sehr genau.

Bislang haben die usbekischen Strafverfolgungsbehörden keine weiteren offiziellen Informationen zu diesem Kriminalfall veröffentlicht.

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!
Discuss with Zamin AIAnalyze the news, get useful answers

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten