Naftogaz legt Folgen von Raketen- und Drohnenangriffen offen

Die Spannungen im ukrainischen Energiesektor nehmen zu. Das wichtigste Öl- und Gasunternehmen des Landes, die Naftogaz-Gruppe, gab offiziell bekannt, dass Russland innerhalb der vergangenen Woche 13 Drohnen- und Raketenangriffe auf seine Anlagen durchgeführt habe.
Nach Angaben des nationalen Unternehmens wurden einige strategische Anlagen innerhalb einer Woche mehrfach angegriffen. Der Schwerpunkt der Angriffe lag auf der Förderinfrastruktur.
„Anlagen ausgefallen, Fördermenge gesunken“
Der Pressedienst von Naftogaz erklärte zum Ausmaß der Infrastrukturschäden und den Produktionsunterbrechungen:
„Anlagen und Produktionskapazitäten sind schwer beschädigt. Der Betrieb eines Teils der Anlagen wurde vorübergehend eingestellt, wodurch ein Teil der Fördermenge verloren ging“.
Offiziellen Angaben zufolge hat die russische Armee seit Jahresbeginn insgesamt 293 Angriffe auf Anlagen des Unternehmens verübt.
Risiko eines Rückgangs um 30–60 Prozent und die tatsächliche Statistik
Vor der Angriffswelle lag die durchschnittliche tägliche Gasförderung in der Ukraine bei etwa 50 Millionen Kubikmetern. Die Regierung in Kiew äußerte die Sorge, dass die Schäden an der Infrastruktur die Produktion um 30 bis 60 Prozent verringern könnten:
Einspeisetempo in die Speicher: Nach europäischen Statistiken blieb die tägliche Gaseinspeisung in die ukrainischen Untergrundspeicher in diesem Sommer bei etwa 40 Millionen Kubikmetern .
GIE-Daten: Am 16. August beliefen sich die Reserven in den ukrainischen Untergrundgasspeichern auf 14,2 Milliarden Kubikmeter. Damit lagen sie nur 400 Millionen Kubikmeter unter dem von der Regierung festgelegten Basisplan für die kommende Heizsaison.
Minimales Importniveau: Seit April hat die Ukraine kaum Gas importiert: In viereinhalb Monaten wurden aus dem Ausland lediglich 100 Millionen Kubikmeter Brennstoff geliefert.
Experten erklären diese Werte mit einer gestiegenen Förderung durch private Unternehmen oder Abweichungen bei der statistischen Erfassung.
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