Selenskyj bittet Verbündete um Patriot-Raketen und droht Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ging in seiner jüngsten abendlichen Videobotschaft auf die Folgen eines groß angelegten kombinierten Angriffs auf Kiew und die umliegenden Gebiete ein und forderte von den westlichen Staaten dringend Raketen für Patriot-Systeme. Das Staatsoberhaupt betonte, dass die Lage bei der Abwehr ballistischer Raketen kritisch sei, die Ukraine werde weiterhin Vergeltungsschläge gegen russisches Gebiet führen.
„Ballistische Raketen bleiben die größte Herausforderung“: Ausmaß des Angriffs und Mangel an Raketen
In seiner Ansprache bewertete Selenskyj die laufenden Aufräumarbeiten in Kiew, Boryspil und Browary und legte Schwachstellen des Luftverteidigungssystems offen:
„Den größten Teil des heutigen Tages dauerten die Aufräumarbeiten in Kiew und der Region – in Boryspil und Browary – nach dem Angriff an. Es war ein kombinierter Angriff: Zum Einsatz kamen zahlreiche ballistische und Marschflugkörper sowie Drohnen. Leider bleibt die Lage bei den ballistischen Raketen derzeit am schwierigsten. Während etwa 90 Prozent der Marschflugkörper abgefangen wurden, liegen die Werte bei den ballistischen Raketen deutlich niedriger.“ — sagte Wolodymyr Selenskyj.
Einzelheiten zur Lage in Kiew und zur Waffenversorgung
Bereich | Status und wichtigste Einzelheiten |
Angegriffene Gebiete | Kiew sowie das Umland von Boryspil und Browary |
Eingesetzte Waffen | Marschflugkörper (90 Prozent abgefangen), ballistische Raketen und Drohnen |
Hauptforderung | Zusätzliche Raketen für Patriot-Luftverteidigungssysteme |
Kaufbedingungen | Keine kostenlose Hilfe, sondern Bereitschaft zum Kauf wurde erklärt |
Größtes Hindernis | Verzögerungen bei politischen Entscheidungen in den USA und unter den Verbündeten sowie fehlende Finanzmittel |
Vergeltungsmaßnahmen | Pläne für neue Angriffe auf Ziele innerhalb Russlands |
„Wir bitten nicht um Geschenke, wir sind zum Kauf bereit“
Der ukrainische Staatschef erklärte, dass die politischen Entscheidungen der Verbündeten entscheidend seien, und rief die USA und westliche Partner zu raschem Handeln auf:
„Wir brauchen Raketen für Patriot-Systeme, und nur unsere Partner können sie liefern. Wir sprechen nicht über Geschenke – die Ukraine ist bereit, diese Waffen zu kaufen. Entscheidend ist, dass politische Entscheidungen getroffen werden, vor allem in den Vereinigten Staaten.“
Finanzkrise und Ernennung eines neuen Ministers
Gleichzeitig räumte Selenskyj bei der Vorstellung des neuen Verteidigungsministers Jewhen Chmara offen ein, dass Kiews größtes Problem der akute Geldmangel für die Kriegsführung sei. Dennoch betonte er, dass die Ukraine ihre Möglichkeiten für Vergeltungsschläge ausweiten werde.
Glauben Sie, dass westliche Staaten den ukrainischen Luftraum durch die Lieferung zusätzlicher Raketen für Patriot-Systeme vollständig schützen können, oder werden finanzielle und produktionstechnische Einschränkungen dies verhindern?
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