Skandalöse Anschuldigungen gegen Viktor Orbán: Warum wurden ukrainische Geldtransporter festgenommen?

Ein großer politischer und strafrechtlicher Skandal braut sich um den ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zusammen. Wie die einflussreiche internationale Publikation Financial Times berichtet, ist die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den ehemaligen Regierungschef wegen der rechtswidrigen Beschlagnahmung von Geldtransportern einer ukrainischen Bank sehr wahrscheinlich.
Es wird erwartet, dass diese Untersuchung eines der ersten großen Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten sein wird.
Konvoi aus Österreich und beschlagnahmte Reichtümer
Der Konflikt steht im Zusammenhang mit einem Vorfall, der sich im März dieses Jahres in Budapest ereignete:
Zwei gepanzerte Geldtransporter der ukrainischen Oschadbank, die von Österreich in Richtung Ukraine unterwegs waren, wurden in der ungarischen Hauptstadt gestoppt.
In den Fahrzeugen befanden sich insgesamt 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro (insgesamt über 70 Millionen Euro) sowie 9 Kilogramm Goldbarren. befanden sich darin.
Ungarische Spezialeinheiten beschlagnahmten die wertvollen Güter und schickten die gepanzerten Fahrzeuge sowie das Begleitpersonal zurück in die Ukraine.
Damals behauptete Orbán, diese riesigen Summen seien zur Finanzierung seiner politischen Gegner bestimmt gewesen. Später wurden das Geld und das Gold jedoch nach Kiew zurückgegeben, die ungarische Seite stellte das Geldwäscheverfahren ein und erkannte die Rechtmäßigkeit der Herkunft der Gelder an.
Kam der Befehl persönlich von Orbán?
Nun wurde eine erneute Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Laut Quellen der lokalen Publikation Telex hat:
den Befehl, den ukrainischen Konvoi ohne jegliche rechtliche Grundlage zu stoppen und festzunehmen, Viktor Orbán persönlich erteilt.
Die Sicherheitsbehörden verfügten nicht über ausreichende rechtliche Beweise für die Durchführung einer solchen Operation.
Diese Untersuchung ist Teil einer umfassenden Anti-Korruptionskampagne, die von der Regierung unter Péter Magyar gegen die ehemalige Regierungselite und das Umfeld von Orbán geführt wird. Bisher wurde der Leiter des ungarischen Anti-Terror-Zentrums beschuldigt, die Ukrainer rechtswidrig festgenommen und misshandelt zu haben, während die Ermittlungen zu Orbáns direktem Handeln ebenfalls in die Endphase gehen.

















Kommentare 0
…