Traumreise wird zum Albtraum: Passagiere nach Millioneninvestition auf der Straße ausgesetzt

Das Leben hunderter Menschen, die davon träumten, ihren Lebensabend sorgenfrei auf den Weltmeeren zu verbringen, ist in einem Moment zerbrochen. Die «MV Odyssey» ein Luxuskreuzfahrtschiff, dessen fast 200 Passagiere plötzlich an der Küste Kambodschas von Bord geschickt wurden.
Der US-Betreiber «Villa Vie Residences» gab offiziell bekannt, dass die Reise aufgrund drastisch gestiegener Treibstoffpreise und nicht mehr tragbarer Kosten abgebrochen wurde. Infolgedessen stehen die Reisenden, die ihr gesamtes Hab und Gut für diese lebenslange Reise verkauft hatten, nun mittellos und obdachlos in einem fremden Land.
Nur 7 Stunden zum Packen: Das grausame Schicksal der Senioren
Die Passagiere, die im Hafen von Sihanoukville festsaßen, wurden über die Lage informiert und erhielten ein dringendes Ultimatum:
Sofortige Räumung: Den Menschen an Bord blieben nur 7 Stunden Zeit um ihre persönlichen Sachen zu packen und das Schiff zu verlassen;
Verkaufte Häuser: Das Tragischste an der Situation ist, dass es sich bei den meisten Passagieren um Rentner handelt, die ihre Häuser, Autos und ihr gesamtes Vermögen verkauft hatten, um eine Kabine auf dem Schiff zu erwerben;
Schicksale auf der Straße: Ohne ein Zuhause, in das sie zurückkehren könnten, und ohne finanzielle Mittel stehen die Senioren in einer fremden Stadt praktisch auf der Straße.
Millionenverluste und gebrochenes Vertrauen
Einige Reisende, die mit dem Konzept einer lebenslangen Kreuzfahrt aufgebrochen waren, hatten ihre gesamten Ersparnisse in dieses Projekt investiert:
Randy und Kit Cassingham: Das Ehepaar investierte fast 1 Million Dollar in die Reise und den Komfort;
Carol Larson (69, USA): Sie zahlte 120.000 Dollar für ein lebenslanges Wohnrecht auf dem Schiff und leistete monatliche Zusatzbeiträge;
Francis Paruazen (Australien): Er plante, mindestens 15 Jahre an Bord zu leben und hatte sein gesamtes Leben auf dieses Schiff ausgerichtet.
Unternehmen insolvent: Was passiert jetzt?
Mikael Petterson, Chef von «Villa Vie Residences», erklärte, dass die monatlichen Betriebskosten von zuvor 400.000 Dollar drastisch auf 2 Millionen Dollar gestiegen seien:
Insolvenz in den USA: Der Betreiber kündigte an, aufgrund der Finanzkrise ein Insolvenzverfahren nach US-Recht einzuleiten;
Geheimnisvolle Route des Schiffes: Das Schiff sollte am 31. Oktober nach dem Tanken den Hafen von Sihanoukville verlassen, doch sein nächstes Ziel ist unbekannt;
Entschädigung fraglich: Ob die Passagiere ihr Geld zurückerhalten oder jemals wieder ihre Kabinen betreten können, ist derzeit völlig ungewiss.
Das tragische Schicksal hunderter Menschen, die ihr gesamtes Leben einer einzigen Schiffskabine anvertraut haben, entwickelt sich zu einem der größten Skandale der globalen Kreuzfahrt- und Tourismusbranche.

















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