Erdogan überreichte nach dem Gipfel ein ungewöhnliches Geschenk: Europäische Staatschefs hatten Probleme bei der Aufbewahrung

Foto: Reuters
Es wurde berichtet, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nach dem NATO-Gipfel in Ankara den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und einiger europäischer Länder gravierte Pistolen und Munition als Geschenk überreichte.
Laut Reuters-Quellen sollte dieses diplomatische Geschenk einerseits die Leistungsfähigkeit der türkischen Verteidigungsindustrie unterstreichen, schuf aber andererseits für die europäischen Beamten rechtliche und logistische Schwierigkeiten.
Das Geschenk wurde den europäischen Staatschefs überreicht
Berichten zufolge gehören zu den Empfängern des Geschenks die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der EU-Ratspräsident António Costa und weitere europäische Führungspersönlichkeiten.
Costas Sicherheitsteam beschlagnahmte die Waffen zur Überprüfung. Europäische Beamte wiesen darauf hin, dass in Belgien strenge Regeln für den Waffenbesitz gelten, weshalb es unwahrscheinlich sei, dass Costa und von der Leyen die Geschenke persönlich behalten werden.
Einige Staatschefs ließen das Geschenk in der Türkei
Der britische Premierminister Keir Starmer und der niederländische Regierungschef Rob Jetten entschieden sich, die Pistolen in der Türkei zu lassen.
Ein Sprecher der niederländischen Regierung bestätigte, dass die Waffe, die Jetten überreicht wurde, in der Botschaft in Ankara zurückgelassen wurde.
Was wollte die Türkei damit zeigen?
Beobachter sind der Meinung, dass ein solch ungewöhnliches diplomatisches Geschenk gewählt wurde, um die Entwicklung der türkischen Verteidigungsindustrie und den Status des Landes als einer der bedeutendsten Exporteure von Schusswaffen hervorzuheben.
In der Praxis wurde das Geschenk jedoch für viele Teilnehmer zu einem komplexen Problem, da in europäischen Ländern sehr strenge Vorschriften für die Einfuhr, Aufbewahrung und offizielle Registrierung von Waffen gelten.
NATO-Gipfel fand in Ankara statt
Der NATO-Gipfel fand am 7. und 8. Juli im Präsidentenkomplex Beştepe in der türkischen Hauptstadt statt.
Daran nahmen die Staats- und Regierungschefs aller 32 Bündnisstaaten sowie Delegationen anderer Länder teil. Im Namen der Europäischen Union nahmen António Costa und Ursula von der Leyen am Gipfel teil.
Diplomatisches Geschenk sorgt für Diskussionen
Normalerweise werden Staatschefs nach Gipfeltreffen mit symbolischen Geschenken bedacht. Doch dieses Geschenk sorgte aufgrund seines Inhalts und der rechtlichen Konsequenzen für besonderen Gesprächsstoff.
Erdoğans Schritt sollte möglicherweise die industrielle Stärke der Türkei demonstrieren, doch für die europäischen Staatschefs stellte sich die entscheidende Frage: Wo und wie kann man ein solches Geschenk aufbewahren?


















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