Cannavaro: Wir haben keine Angst vor Portugal, auf dem Platz gibt es keine Freundschaft

Cannavaro: Wir haben keine Angst vor Portugal, auf dem Platz gibt es keine Freundschaft

Fabio Cannavaro, Cheftrainer der usbekischen Nationalmannschaft, teilte seine Gedanken vor dem wichtigen Spiel gegen Portugal in der zweiten Runde der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026.

In einem Interview mit dem Pressedienst des UFA lobte der italienische Spezialist die Stärke des Gegners. Gleichzeitig betonte er, dass er versuche, seine Spieler von übermäßigem Druck zu befreien und sie mit Zuversicht auf den Platz zu schicken.

Cannavaro erklärte, dass Usbekistan gegen eine der stärksten und sternenreichsten Mannschaften der Weltmeisterschaft antreten wird. Der Kader von Portugal verfügt über viele hochkarätige Spieler, die in den führenden Clubs Europas spielen.

Natürlich richtet sich die Hauptaufmerksamkeit auf Cristiano Ronaldo. Cannavaro erkannte den portugiesischen Stürmer neben Lionel Messi als einen der größten Vertreter des Weltfußballs der letzten 20 Jahre an.

«Ich versuche, den Druck auf meine Spieler zu verringern. Denn wir spielen gegen eine der stärksten Mannschaften der Weltmeisterschaft. Der Kader von Portugal ist voller Starspieler und natürlich haben sie Cristiano Ronaldo. In den letzten 20 Jahren war er zusammen mit Lionel Messi einer der größten Fußballer der Welt», sagte Cannavaro.

Der Cheftrainer ging auch auf den Spielstil Portugals ein. Er merkte an, dass die Schützlinge von Roberto Martinez es lieben, den Ball lange zu kontrollieren, das Spieltempo durch kurze Pässe zu steuern und dem Gegner keine Bewegungsfreiheit zu lassen.

Portugal ist in jedem Angriff in der Lage, Gefahr zu schaffen. Daher wird von den usbekischen Fußballern verlangt, in der Defensive maximal diszipliniert, aufmerksam und geschlossen zu agieren.

Cannavaro möchte jedoch nicht, dass seine Mannschaft das gesamte Spiel über nur verteidigt. Seinem Plan zufolge müssen die «Weißen Wölfe» mutig nach vorne stürmen, wenn sie den Ball haben, und dem Gegner Probleme bereiten.

«Portugal liebt die Ballkontrolle. Sie steuern das Spiel durch kurze Pässe und sind in jeder Situation gefährlich. Deshalb müssen wir in der Defensive sehr diszipliniert sein. Gleichzeitig müssen wir versuchen, ihnen Probleme zu bereiten, wenn wir den Ball haben», sagte der Spezialist.

Nach Meinung von Cannavaro gibt es auf der Welt keine Mannschaft ohne Mängel. Jeder Gegner hat neben seinen Stärken auch Schwachstellen, die man ausnutzen kann.

Der Trainerstab von Usbekistan hat das Spiel von Portugal detailliert analysiert. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, die Vorteile des Gegners so weit wie möglich einzuschränken und freie Räume sowie Schwachstellen effektiv zu nutzen.

Cannavaro betonte zudem, dass der Name und Status von Ronaldo keinen zusätzlichen Druck auf die Spieler ausüben dürften. Seinen Worten zufolge bleiben nach Anpfiff keine Stars auf dem Platz, sondern zwei Mannschaften, die um ein Ergebnis kämpfen.

«Ronaldo ist ein großartiger Fußballer und ein riesiger Star. Aber sobald das Spiel beginnt, muss all das vergessen werden. Wir müssen uns nur auf unsere Aufgabe konzentrieren», sagte der Cheftrainer.

Der italienische Spezialist sagte, dass es abseits des Platzes aufrichtige Beziehungen zwischen den Spielern geben kann, aber sobald der erste Pfiff des Schiedsrichters ertönt, rückt die Freundschaft in den Hintergrund.

«Außerhalb des Platzes können die Beziehungen sehr gut sein. Aber auf dem Platz seid ihr keine Freunde. Dort dürft ihr nur an die Interessen eurer eigenen Mannschaft denken», betonte Cannavaro.

Der Cheftrainer sprach auch darüber, welchen Eindruck die usbekische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft hinterlassen soll. Obwohl die Nationalmannschaft ein historischer Debütant ist, möchte er, dass sie als eine Mannschaft wahrgenommen wird, die keine Angst vor starken Gegnern hat, diszipliniert ist und einen eigenständigen Fußball zeigt.

«Ich möchte, dass man sich an Usbekistan als eine Nationalmannschaft erinnert, die zum ersten Mal an der Weltmeisterschaft teilnimmt, aber keine Angst vor starken Teams hat. Wir müssen als eine Mannschaft anerkannt werden, die guten Fußball spielt, gut organisiert und diszipliniert ist», sagte er.

Cannavaro fügte hinzu, dass Usbekistan alle Gegner respektiert, aber die gleiche Einstellung gegenüber der Nationalmannschaft erwartet. Dafür müssen die «Weißen Wölfe» auf dem Platz ihre Stärke, ihren Charakter und ihre Fähigkeit zu einem würdigen Wettbewerb beweisen.

Im Gespräch erzählte der Spezialist auch, wie er zum Trainerberuf kam. Er gab zu, dass er in seiner Kindheit nur davon geträumt hatte, Fußballspieler zu werden, und das Traineramt anfangs für einen sehr komplexen und schweren Beruf hielt.

Kurz vor dem Ende seiner aktiven Karriere dachte Cannavaro darüber nach, Sportdirektor oder Clubmanager zu werden. Mit der Zeit wuchs jedoch sein Interesse am Trainerberuf, und er verbarg nicht, dass er heute große Freude an seiner Arbeit hat.

«Um ehrlich zu sein, liebe ich diese Arbeit sehr. Jeden Morgen, wenn ich aufwache, versuche ich, neue Dinge zu lernen, Spiele zu analysieren und meine Erfahrung an die Spieler weiterzugeben», sagte Cannavaro.

Er betonte, dass die Vermittlung von Wissen und Erfahrung an die Spieler und der Beitrag zu deren Wachstum eines der wertvollsten Gefühle im Trainerberuf seien. Genau dieser Prozess schenke ihm Glück und neue Motivation.

Das Spiel gegen Portugal wird für Usbekistan die nächste große Prüfung sein. Unabhängig davon, wie stark der Name und der Kader des Gegners sind, fordert Cannavaro von seinen Schützlingen Disziplin, Mut und Vertrauen in die eigenen Kräfte.

Die «Weißen Wölfe» betreten den Platz nicht nur, um den Gegner zu respektieren, sondern auch, um Respekt für sich selbst zu erzwingen.

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