WM-Clash: Was passierte zwischen Carlos Queiroz und Jude Bellingham?

WM-Clash: Was passierte zwischen Carlos Queiroz und Jude Bellingham?

Die Begegnung zwischen England und Ghana (0:0) in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026 blieb nicht nur durch die Kämpfe auf dem Platz, sondern auch durch unerwartete Konflikte in Erinnerung. In der Halbzeitpause kam es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen dem englischen Star Jude Bellingham und dem ghanaischen Cheftrainer Carlos Queiroz. Dies berichtete Goal.com berichtet dies.

Der Vorfall begann kurz vor Ende der ersten Halbzeit, nachdem Jude Bellingham in der Nähe der ghanaischen Auswechselbank ein hartes Foul an Jerome Opoku beging. Dies weckte den Zorn des erfahrenen Experten Carlos Queiroz. Die Situation eskalierte so weit, dass Bellinghams Teamkollege Morgan Rogers und ghanaische Vertreter den Trainer wegziehen mussten. Laut Goal.com tauschten beide Seiten Beleidigungen aus.

Die Reaktion von Carlos Queiroz

In der Pressekonferenz nach dem Spiel brachte der ghanaische Coach Klarheit in den Vorfall. Seinen Worten zufolge eskalierte der Konflikt aufgrund von Bellinghams unangemessenen Worten. "Er äußerte sich mit bösen Worten, dort fing alles an. Meine Absicht war es, ihm zu sagen, dass er sich nach seiner groben Aktion etwas beruhigen solle. In dieser Situation hätte er eine zweite Gelbe oder sogar eine Rote Karte sehen können, da er sehr gefährlich gegen meinen Spieler gespielt hat", sagte der 73-jährige Spezialist.

Queiroz betonte zudem, dass Fußball ein Spiel der Emotionen sei, und bezeichnete Bellinghams Worte als "Phrasen, die nicht ins Buch des Lebens gehören". "Fußball ist für mutige Menschen, nicht für diejenigen, die im Smoking tanzen. Wir sind Profis, und diese Emotionen blieben auf dem Platz", fügte der ehemalige Real Madrid-Trainer hinzu.

Thomas Tuchel verteidigte seinen Schützling

Der englische Nationaltrainer Thomas Tuchel reagierte gelassener auf den Zusammenstoß. Der deutsche Spezialist wies Spekulationen zurück, dass es dem gegnerischen Team gelungen sei, die Nerven seiner Spieler zu treffen. Aus Tuchels Sicht hat Jude Bellingham lediglich sich selbst und die Interessen des Teams verteidigt.

"Niemand hat uns die Nerven geraubt. Das ist eine normale Situation. Es gab einen Austausch von Emotionen und Jude hat sich gezeigt. In der Kabine in der Pause waren wir sehr ruhig. Wir wissen, dass Emotionen Teil des Spiels sind, aber wir wollen uns nicht von Dingen ablenken lassen, die uns nicht helfen", sagte Tuchel.

Nach dem Spiel führt England die Gruppe L mit 4 Punkten an. Ghana folgt mit ebenfalls 4 Punkten auf dem zweiten Platz. Kroatien kletterte nach dem Sieg über Panama auf den dritten Platz. Nun müssen die "Three Lions" im letzten Spiel gegen Panama lediglich ein Unentschieden erzielen, um den Einzug in die nächste Runde zu sichern.

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