Stagnation in der englischen Nationalmannschaft: Thomas Tuchel nach Unentschieden gegen Ghana in der Kritik

Die englische Nationalmannschaft, die nach dem Sieg gegen Kroatien in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft beflügelt war, stieß auf ein unerwartetes Hindernis. Das torlose Unentschieden gegen Ghana hat die Fragen zur Offensivkraft der "Three Lions" erneut in den Fokus gerückt. Laut Goal.com zeigte dieses Spiel, wie komplex die Aufgaben sind, vor denen der neue Cheftrainer Thomas Tuchel steht. Goal.com berichtet darüber.
Während des Spiels hielt England den Ballbesitz vollständig unter Kontrolle, doch diese Überlegenheit verwandelte sich nicht in gefährliche Situationen. Die ghanaische Nationalmannschaft unter der Führung von Karlush Keyrush wählte von den ersten Minuten an eine defensive Taktik und versuchte, dem Gegner keinen Raum zu lassen. Die englischen Spieler scheuten das Risiko, die dichte Defensive des Gegners zu durchbrechen, was die Effizienz der Angriffe verringerte.
Die Statistiken belegen Englands deutliche Überlegenheit: In den ersten 12 Minuten absolvierten die Engländer 111 präzise Pässe, während die ghanaischen Spieler nur 14 Pässe spielten. Dennoch gelang es England bis zur 36. Minute nicht, eine einzige gefährliche Situation aus dem offenen Spiel zu kreieren. Auch die Anzahl der Torschüsse auf das gegnerische Tor war nicht zufriedenstellend.
Offensive Probleme und der Harry-Kane-Faktor
Für den Kapitän und Haupttorschützen der Nationalmannschaft, Harry Kane, verlief das Spiel unglücklich. Der Stürmer, der normalerweise als "Motor" des Teams gilt, berührte den Ball im gegnerischen Strafraum nur dreimal. Kurz vor Ende der Partie, in der 87. Minute, ergab sich eine gute Torchance, doch sein Schuss aus kurzer Distanz ging über die Querlatte hinweg. Diese Situation erschwert auch die Chancen von Harry Kane im Rennen um den Goldenen Schuh.In seinem Interview nach dem Spiel lobte Thomas Tuchel ausdrücklich das disziplinierte Spiel des Gegners. "Ghana verteidigte mit großer Disziplin und körperlicher Fitness. In meiner Karriere habe ich selten eine so stark verteidigende Mannschaft gesehen. Es war sehr schwierig, Lücken zu finden. Bei den Chancen, die Harry Kane hatte, fehlte schlichtweg das Glück. Normalerweise würde er solche Möglichkeiten nutzen", sagte der deutsche Spezialist.
Solche Ergebnisse sind für die englische Fußballgemeinschaft mittlerweile normal geworden. Während nach einem einzigen Sieg Rufe wie "the cup is coming home" laut werden, löst ein einziges Unentschieden eine Welle scharfer Kritik aus. Nun ist Thomas Tuchel gefordert, das Offensivspiel der Mannschaft zu überarbeiten und Wege zu finden, die "Bus-Parken"-Defensive des Gegners vor den K.o.-Runden zu knacken.


















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