Qodirov: Wir werden diese Schule in 100 Jahren nicht abschließen, wenn wir nicht wie die Japaner denken

Alisher Qodirov, Vorsitzender der DP „Nationale Wiedergeburt“, äußerte sich zur erfolglosen Teilnahme der usbekischen Nationalmannschaft an der Gruppenphase der WM 2026. Nach dem Spiel gegen DR Kongo (1:3) veröffentlichte der Politiker einen scharfen und nachdenklichen Beitrag auf seinem Telegram-Kanal:
„0 ist die Arbeit des Trainers, des Torwarts, der Teamgeist, die gesammelten Punkte, der Wert, der für Milliarden gekauft wurde, und die Hoffnung auf die Zukunft…
Wenn wir nicht wie die Japaner denken, die bereits in der 8. Klasse sind, während wir in der 1. Klasse noch mühsam Buchstaben aneinanderreihen, werden wir diese Schule selbst in 100 Jahren nicht abschließen…“
Alisher Qodirov fügte seinem Beitrag ein Video seines Gesprächs mit dem japanischen Experten Sato San bei. Im Folgenden präsentieren wir die Textfassung dieses interessanten Interviews.
Sato San: „Eine Niederlage ist eine sehr gute Sache“
— Sato San, Sie haben das Spiel gesehen und sprechen dennoch so, als ob es noch schlimmer hätte kommen sollen. Bitte erklären Sie uns den Grund dafür.
— Eine Niederlage ist eine sehr gute Sache. 1998 qualifizierte sich Japan zum ersten Mal für die Weltmeisterschaft, und das ganze Land jubelte. Doch das Ergebnis war hart: Wir verloren alle drei Gruppenspiele. Viele waren entmutigt, einige sagten „aus uns werden keine Fußballer“, andere suchten einen Sündenbock. Europäer spotteten sogar und fragten „wer hat euch eigentlich erlaubt, Fußball zu spielen?“
Doch die japanischen Fußballfunktionäre schlugen den richtigen Weg ein. Sie gaben weder dem Schiedsrichter, dem Glück noch dem Gegner die Schuld. Sie stellten sich eine einzige Frage: was haben wir falsch gemacht? Diese eine Frage veränderte unsere gesamte Fußballgeschichte.
„Solange der Trainer nicht aus der eigenen Nation stammt...“
— Und noch ein wichtiger Punkt: Solange der Trainer nicht aus der eigenen Nation stammt, kann man keine wirklich großen Ergebnisse erzielen. Ein ausländischer Trainer mag sich bemühen, aber ohne das Verständnis von Nation und Heimat wird er nicht mit jeder Faser seines Seins kämpfen.
Die Japaner haben ein Sprichwort: „Falle siebenmal, stehe achtmal auf“. Auch sie standen auf: Sie konzentrierten sich auf den Jugendfußball, bildeten Trainer aus, entwickelten Akademien und vor allem — sie hatten keine Eile. Eine 80-Jahre-Strategie wurde entwickelt und konsequent verfolgt. Denn sie wussten genau, dass ein heute gepflanzter Baum nicht morgen Früchte trägt.
Was ist die größte Niederlage?
— Jahre später erreichte Japan ein Niveau, auf dem es selbstbewusst gegen die stärksten Teams der Welt spielen konnte. Da wurde mir klar: Die größte Niederlage bei einer Weltmeisterschaft ist nicht ein 0:5 oder 0:7. Die größte Niederlage ist es, nach einem Verlust aufzuhören zu lernen.
Deshalb sagte ich, dass es gut war, dass Ihr Land (Usbekistan) verloren hat. Die heutige Niederlage kann das Fundament für den morgigen Sieg sein. Seid bescheiden beim Sieg und geduldig bei der Niederlage. Das menschliche Leben besteht nicht aus nur einem Spiel; das Leben ist eine lange Meisterschaft.


















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