Frau stirbt nach 11 Zahnimplantaten in Südkorea

In Seoul, Südkorea, ist eine 75-jährige Frau nach einem Eingriff zur gleichzeitigen Einsetzung von 11 Zahnimplantaten an einem Tag gestorben. Der Vorfall ereignete sich in einer Zahnklinik im Bezirk Gangnam. Lokale Medien berichteten darüber.
Berichten zufolge suchte die Frau die Klinik im vergangenen Dezember auf, um sich gleichzeitig 11 Implantate einsetzen zu lassen. Während des Eingriffs erhielt sie das örtliche Betäubungsmittel Articain. Etwa 16 Minuten nach der Verabreichung verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich, und ihr Herz blieb stehen. Sie wurde in ein nahe gelegenes Universitätskrankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnten ihr Leben nicht retten.
Die Ermittlungen ergaben, dass in den Unterlagen der Klinik insgesamt 16 Dosen Articain für die Patientin vermerkt waren. Für eine 54 Kilogramm schwere Patientin hätte die Höchstdosis des Präparats etwa 378 Milligramm betragen dürfen. Den medizinischen Unterlagen zufolge wurden ihr jedoch 1.088 Milligramm verabreicht. Das war fast dreimal so viel wie die empfohlene Menge.
Eine medizinische Untersuchung deutete darauf hin, dass die toxische Wirkung des Präparats eine der Todesursachen gewesen sein könnte. Gleichzeitig prüfen die Ermittlungsbehörden alle Umstände des Vorfalls, darunter auch, welche medizinische Hilfe das Klinikpersonal leistete, nachdem sich der Zustand der Frau verschlechtert hatte.
Bemerkenswert ist, dass die Klinik Berichten zufolge das gleichzeitige Einsetzen von 11 Implantaten zu einem vergleichsweise niedrigen Preis anbot. Die Ermittlungsbehörden untersuchen auch dieses Angebot und die während des Eingriffs getroffenen medizinischen Entscheidungen.
In dieser Klinik wurde außerdem ein weiterer Fall von Herzstillstand während einer Implantation registriert. Am 3. August 2026 erlitt ein 60-jähriger Mann während einer Operation, bei der 10 Implantate eingesetzt werden sollten, einen Herzinfarkt und starb. Auch dieser Fall wird untersucht.
Die Polizei in Seoul setzt ihre Ermittlungen zu den medizinischen Praktiken der Klinik, den Anästhesiedosen und der Versorgung der Patienten fort. Eine rechtliche Bewertung des Vorfalls soll auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse erfolgen.

















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