Ehemaliger Südkorea-Bundestrainer flieht nach Drohungen in die USA

Ehemaliger Südkorea-Bundestrainer flieht nach Drohungen in die USA

Der ehemalige Cheftrainer der südkoreanischen Nationalmannschaft, Hong Myung-bo, ist zwei Tage nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft in die USA abgereist.

Quellen zufolge wurde diese Entscheidung durch massiven Druck der Fans, Verfolgungen und im Internet verbreitete Todesdrohungen getroffen.

Die Situation am Flughafen eskalierte

Als die südkoreanische Nationalmannschaft am 30. Juni von der Weltmeisterschaft zurückkehrte, versammelten sich etwa 200 Fans am Flughafen Incheon.

Obwohl das Team gegen 3 bis 4 Uhr morgens eintraf, warteten die Demonstranten bereits am Flughafen.

Nach Angaben des Senders KBS begannen im Ankunftsbereich lautstarke Protestrufe, noch bevor Hong Myung-bo in Erscheinung trat.

In im Internet verbreiteten Videos ist zu hören, wie Fans Trommeln schlagen und rufen:

„Hong Myung-bo, geh!“

...

Als der Trainer und die Spieler die Halle betraten, nahmen das Pfeifen und die Schreie weiter zu.

Über 100 Polizeikräfte im Einsatz

Aufgrund der Gefahr von Ausschreitungen wurden die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen verschärft.

Die Regierung setzte über 100 Polizeibeamte ein, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Diese Entscheidung fiel Berichten zufolge, nachdem im Internet Nachrichten mit Todesdrohungen gegen Hong Myung-bo erschienen waren.

Trainer zeigte sich mit verdecktem Gesicht

Der Sender MBC berichtete, dass Hong Myung-bo gesehen wurde, als er vom Flughafen Incheon in die USA flog.

Er trug eine Kappe und hielt sein Gesicht mit einer Maske verdeckt.

Auf Fragen von Journalisten antwortete er kurz:

„Ich habe Dinge zu sagen“,

doch der Trainer weigerte sich derzeit, detaillierte Erklärungen abzugeben, und gab an, sich zu einem späteren Zeitpunkt zu äußern.

Quellen zufolge ist er nach Los Angeles geflogen.

Auch der Präsident kritisierte die Ergebnisse des Teams

Südkoreas Präsident Lee Jae-myung kritisierte offen den erfolglosen Auftritt der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft.

Er wies das Ministerium für Sport, Kultur und Tourismus an, die Gründe für das Scheitern zu untersuchen.

In der Folge gab das Ministerium bekannt, dass eine Untersuchung der Aktivitäten des koreanischen Fußballverbandes eingeleitet wurde.

Hong Myung-bo war zurückgetreten

Der 57-jährige Hong Myung-bo hatte am 28. Juni seinen Rücktritt als Cheftrainer der südkoreanischen Nationalmannschaft bekannt gegeben.

Er hatte die Nationalmannschaft in folgenden Zeiträumen geleitet:

  • 2013–2014;

  • seit 2024.

...

Der Vertrag des Experten hätte eigentlich bis 2027 laufen sollen.

Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko schaffte es die südkoreanische Nationalmannschaft nicht über die Gruppenphase hinaus. Das Ergebnis beim Mundial löste im Land große Empörung und weitreichende Diskussionen aus.

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