Chevrolet Silverado EV: Warum verkauft sich der perfekte Elektro-Pickup nicht wie erwartet?

Chevrolet Silverado EV: Warum verkauft sich der perfekte Elektro-Pickup nicht wie erwartet?

Es ist schon eine Weile her, seit der US-Automobilriese Chevrolet die vollelektrische Version eines seiner beliebtesten Modelle, den Silverado-Pickup, vorgestellt hat. Obwohl der Silverado EV Branchenexperten mit seinen technischen Daten, seiner Reichweite und seinen innovativen Lösungen beeindruckte, bleiben die tatsächlichen Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Laut Ixbt.com hat General Motors im vergangenen Jahr in den USA und Kanada nur etwa 14.000 dieser Fahrzeuge verkauft, was zehnmal weniger ist als der Absatz herkömmlicher Modelle mit Verbrennungsmotor. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Der Silverado EV vermittelt dem Fahrer das Gefühl, in einem Pkw unterwegs zu sein. Der Innenraum ist geräumig und die Geräuschdämmung ist auf einem hohen Niveau. Das Fahrzeug kann mit einer einzigen Ladung über 400 Meilen (ca. 640 km) zurücklegen. Dieser Wert sollte selbst die anspruchsvollsten Fahrer zufriedenstellen. Zudem besitzt er die Kapazität, in Notfällen einen ganzen Haushalt mit elektrischer Energie zu versorgen.

Besonderheiten bei Design und Bedienung

Vom äußeren Erscheinungsbild erinnert der Silverado EV an das frühere Modell Chevy Avalanche. Er verfügt über vier Türen, eine kurze Ladefläche und spezielle Designelemente, die den Innenraum mit der Ladefläche verbinden. Obwohl das Fahrzeug fast 6 Meter lang ist, lässt es sich dank der Hinterradlenkung (rear-wheel steering) in engen Bereichen und auf Parkplätzen recht wendig bewegen. Auf dem Armaturenbrett befindet sich ein moderner Multimedia-Bildschirm, der auf dem Google-System basiert und so schnell und präzise wie ein iPhone arbeitet.

Die Ingenieure von Chevrolet haben für Fahrer, die von Touch-Tasten genervt sind, auch physische Bedienelemente beibehalten. Die Existenz spezieller Drehregler für Lautstärke und Klimatisierung sorgt für Bedienkomfort. Allerdings wird die Entscheidung von General Motors, in seinen neuen Elektroautos auf das Apple CarPlay-System zu verzichten, von vielen Nutzern kritisiert. Stattdessen bewirbt das Unternehmen aktiv sein eigenes Super Cruise-System.

Super Cruise-System und Sicherheitsfragen

Super Cruise ist ein autonomes Fahrsystem der Stufe 2, das es dem Fahrer ermöglicht, auf Autobahnen die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Das System nutzt Google Maps-Daten zur Routenwahl und zeigt an, auf welchen Straßen der Autopilot am besten eingesetzt werden kann. Praktische Tests zeigen jedoch, dass das System nicht immer perfekt ist. Zum Beispiel kann es bei der Erkennung von Fahrzeugen, die plötzlich von der Seite einscheren, oder bei Anhängern mit verschmutzten Lichtern etwas träge reagieren.

Warum wurde ein solches technologisches Wunderwerk kein Verkaufsschlager, für den die Kunden Schlange stehen? Dafür kann es mehrere Gründe geben:

  • Konservative Ansichten traditioneller Pickup-Fans und mangelndes Vertrauen in den Elektroantrieb;
  • Das Fahrzeugdesign spricht nicht jeden an;
  • Die Komplexität von Preisgestaltung und Wettbewerbsumfeld;
  • Sorgen bezüglich der Infrastruktur.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Chevrolet Silverado EV ein technisch perfekt ausgearbeitetes Modell ist, das jedoch Schwierigkeiten hat, seinen Markt zu finden. Für Schwellenländer wie Usbekistan mögen solche großen Elektrofahrzeuge derzeit noch exotisch wirken, aber der globale Trend geht ohnehin in Richtung Elektromobilität.

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