Benzinmangel in Russland: Bevorzugte Warteschlangen für Beamte

Es wurde berichtet, dass in mindestens vier russischen Regionen bestimmte Tankstellen Benzin bevorzugt an Fahrzeuge von Regierungsangestellten abgeben.
Lokalen Medienberichten zufolge werden Fahrzeuge von Beamten und staatlichen Organisationen separat betankt, während normale Autofahrer in langen Schlangen auf Kraftstoff warten.
In Saratow bedient eine Tankstelle nur Regierungsangestellte
Die Publikation „7x7“ berichtet, dass in Saratow, wo die Kraftstoffbeschränkungen bis zum 15. Juli verlängert wurden, eine Rosneft-Tankstelle hauptsächlich Fahrzeuge von Regierungsangestellten bedient.
Die lokale Zeitung „Vzglyad-info“ stellte fest, dass sich dieses Privileg nicht nur auf Krankenwagen, Polizei oder andere Rettungsdienste beschränkt.
Ein Fahrer sagte dazu:
„Vor unseren Augen tankten Mitarbeiter der Bezirksverwaltung, des MFC und der Russischen Post. Ein weiterer Kunde benutzte das Wort 'Regierung' als Passwort.“
Journalisten zufolge verlangt die Tankstelle keine Nachweise von den Kunden. Die allgemeine Beschränkung bleibt jedoch bestehen: maximal 30 Liter Benzin pro Fahrzeug und Tag.
In Krasnodar wurde Benzin an Personen mit Ausweis ausgegeben
Alexander Safronov, ein Abgeordneter der Stadtduma von Krasnodar, veröffentlichte auf seinem Telegram-Kanal ein Video, das von einem seiner Follower aufgenommen wurde.
Es heißt, an einer der Rosneft-Tankstellen sei Benzin nur an Regierungsangestellte verkauft worden, die einen entsprechenden Dienstausweis vorlegten.
Normale Autofahrer erhalten die Antwort „kein Benzin vorhanden“
Leser der Publikation EAN berichteten von einer ähnlichen Situation auf der Strecke Tscheljabinsk – Jekaterinburg.
Sie gaben an, dass normale Kunden an einer Rosneft-Tankstelle mit der Begründung abgewiesen wurden, es sei „kein Benzin da“, während Regierungsangestellte betankt wurden.
In Wolgograd nur mit Tankkarte
Es wurde berichtet, dass auch an einer der Gazprom-Tankstellen in Wolgograd kein Benzin frei an die lokale Bevölkerung verkauft wird.
Kraftstoff kann nur von Kunden mit speziellen Karten gekauft werden. Obwohl solche Karten für alle ausgestellt werden, werden sie laut der Quelle in der Praxis hauptsächlich von Rettungsdiensten und Vertretern der lokalen Verwaltung genutzt.
Kraftstoffprobleme in Russland halten an
Es heißt, dass in vielen russischen Regionen Beschränkungen für den Benzinverkauf eingeführt wurden, nachdem die Angriffe ukrainischer Drohnen auf Ölanlagen zugenommen haben.
An manchen Orten sind Fahrer gezwungen, stundenlang in der Schlange zu stehen, um ihre Fahrzeuge zu betanken.
Gleichzeitig bewertet die russische Regierung den Kraftstoffmangel im Land nicht als ernstes Problem. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak erklärte, der Binnenmarkt sei mit Benzin versorgt.


















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