Luis Castro verteidigt Cristiano Ronaldo: Wer ist schuld an Portugals Niederlage?

Luis Castro verteidigt Cristiano Ronaldo: Wer ist schuld an Portugals Niederlage?

Der Traum vom Weltmeistertitel ist für Cristiano Ronaldo, eine lebende Legende der Fußballwelt, zu Ende gegangen. Nach der Niederlage im Achtelfinale gegen Spanien in Dallas verließ der 41-jährige Stürmer unter Tränen den Platz. Während der Kapitän nach diesem Misserfolg in der Kritik stand, nahm ihn sein ehemaliger Trainer Luis Castro in Schutz. Dies berichtet Goal.com berichtet.

In einem Interview mit Arriyadiyah betonte der ehemalige Al-Nassr-Cheftrainer Luis Castro, dass es ungerecht sei, Ronaldo allein für das Ausscheiden Portugals aus dem Turnier verantwortlich zu machen. Der Trainer ist der Meinung, dass die gesamte Mannschaft für die Niederlage verantwortlich ist und es eine falsche Strategie sei, sich auf eine einzelne Person zu konzentrieren.

"Ich bewerte Spieler nicht einzeln, der Wert einer Mannschaft zeigt sich in der Geschlossenheit der gesamten Gruppe. An diesem Tag hat nicht ein Spieler verloren, sondern ganz Portugal", so der Experte. Laut Goal.com widerspricht Castro den Ansichten, dass Ronaldos Bewegungen auf dem Platz das Team von Roberto Martinez behindert hätten.

Defensivfehler und die letzten Minuten

Als Luis Castro auf das Gegentor in den letzten Minuten des Spiels einging, wies er darauf hin, dass Verteidiger Ruben Dias den entscheidenden Fehler begangen habe. Seiner Meinung nach erhöhte Spanien den Druck, während Portugal sich auf die Verlängerung vorbereitete, und nutzte die Lücke in der Abwehrkette aus.

"Spanien warf mehr Spieler in den Angriff, um in der regulären Spielzeit zu gewinnen. In einer Situation verließ einer der portugiesischen Innenverteidiger seine Position und schuf damit freien Raum für den Gegner Mikel Merino. Das Ergebnis war das Gegentor", sagt Castro.

Die Wahrheit hinter den Zahlen

Obwohl der Trainer Ronaldo verteidigt, zeigen Statistiken einen Rückgang der körperlichen Verfassung des legendären Stürmers. Während des Turniers erzielte er zwar drei Tore, doch seine Effizienz im offenen Spiel hat deutlich abgenommen. Berichten zufolge ist Ronaldo der einzige Stürmer der letzten zwei Weltmeisterschaften, der in über 500 Spielminuten kein einziges erfolgreiches Dribbling gegen einen Gegner verbuchen konnte.

Dennoch erinnerte Cristiano Ronaldo in seinem Interview an seinen Stellenwert in der Geschichte des portugiesischen Fußballs. Er drückte seine Trauer über die Niederlage aus, betonte aber, dass seine Erfolge mit der Nationalmannschaft, insbesondere der Europameistertitel 2016, für ihn von ebenso großer Bedeutung seien wie eine Weltmeisterschaft.

"Ich habe alles gegeben und getan, was ich konnte. Das war meine letzte Weltmeisterschaft. Jetzt ist es an der Zeit, mich im Kreis meiner Familie auszuruhen und über die Zukunft nachzudenken. Vergessen Sie nicht: Vor Cristiano hatte Portugal nichts gewonnen", schloss der 41-jährige Star.

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