Collina erklärt VAR-Entscheidung: Entscheidendes Detail bei Ägyptens Protest

Collina erklärt VAR-Entscheidung: Entscheidendes Detail bei Ägyptens Protest

Der Vorsitzende der FIFA-Schiedsrichterkommission, Pierluigi Collina, äußerte sich zu den meistdiskutierten Szenen des Achtelfinals der WM 2026 zwischen Argentinien und Ägypten.

Es geht um das nach einer VAR-Intervention aberkannte Tor Ägyptens und die Situation mit Mohamed Salah kurz vor Spielende. Collina erläuterte die Kriterien, auf die sich die Schiedsrichter in beiden Fällen stützten.

VAR überprüft auch den Beginn der Angriffsphase

Laut Collina überprüft der VAR nach jedem Tor nicht nur den Schuss oder eine Abseitsstellung, sondern auch die Entstehungsphase des Angriffs, der zum Tor führte.

„Nach jedem erzielten Tor überprüft der VAR den Beginn des Angriffs. Wenn zu Beginn des Angriffs, der zum Tor führte, ein Regelverstoß festgestellt wird, empfiehlt der VAR dem Hauptschiedsrichter, die Szene am Monitor erneut zu prüfen“, sagte Collina.

Er betonte, dass es in solchen Situationen keine strikten zeitlichen oder räumlichen Begrenzungen bis zum Tor gibt.

Grund für die Aberkennung des ägyptischen Tores genannt

Im Spiel Argentinien gegen Ägypten wurde das Tor Ägyptens nach einer VAR-Überprüfung aberkannt.

Laut Collinas Erklärung trat Ägyptens Nummer 19, Marwan Attia, zu Beginn der Szene dem argentinischen Verteidiger Lisandro Martinez auf den Fuß.

„Unserer Meinung nach ist das ein klares Foul. Wenn der Hauptschiedsrichter dies auf dem Platz übersehen hat, muss der VAR unbedingt eingreifen“, sagte er.

Warum gab es in der Szene mit Salah keinen Elfmeter?

Die Situation mit Mohamed Salah und Julian Alvarez kurz vor Spielende sorgte ebenfalls für Proteste seitens der Ägypter.

Collina bewertete diese Szene anders. Er erklärte, dass der Verteidiger zuerst den Ball spielte und es danach zu einem normalen Fußballkontakt kam.

„Wenn der Verteidiger zuerst den Ball spielt und es danach zu einem normalen Fußballkontakt kommt, wird dies nicht als Foul gewertet“, betonte Collina.

Schiedsrichterentscheidung einheitlich bewertet

Laut dem Vorsitzenden der FIFA-Schiedsrichterkommission stuften sowohl der Schiedsrichter auf dem Platz als auch der VAR die Situation mit Salah als normalen Fußballkontakt ein.

Daher sah man in dieser Szene keinen Grund für einen Elfmeterpfiff.

Argentinien erreichte dramatisch das Viertelfinale

Zur Erinnerung: Argentinien lag in diesem Spiel mit 0:2 zurück, gewann aber am Ende noch mit 3:2.

Die amtierenden Weltmeister zogen damit ins Viertelfinale ein. Die VAR-Entscheidungen im Spiel gegen Ägypten bleiben jedoch eines der meistdiskutierten Themen der Weltmeisterschaft.

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