64 Mannschaften bei der WM möglich: Infantino kündigt neue Pläne an

FIFA-Präsident Gianni Infantino schließt die Idee einer Erweiterung der Teilnehmerzahl bei der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Mannschaften in der Zukunft nicht aus. Diese Aussage fiel vor dem Hintergrund der WM 2026, die erstmals mit 48 Mannschaften auf den Spielfeldern der USA, Mexikos und Kanadas ausgetragen wird. Ob der FIFA-Chef diese globalen Pläne jedoch bis zum Ende durchsetzen kann, bleibt eine große Frage. Zamin.uz präsentiert die Details zum neuen Format des Turniers und zum politischen Skandal um Infantino.
«Eine Chance für alle»: Der Wechsel vom 48er- auf das 64er-Format
Der 56-jährige Fußballfunktionär Blue Sport betonte in einem Interview mit der Publikation, dass sich das aktuelle Turnier mit 48 Mannschaften voll und ganz bewährt habe und erfolgreich verlaufe.
Laut Infantino entstehen dank des erweiterten Formats neue Kräfte im Weltfußball:
Afrikanisches Phänomen: Beim aktuellen Wettbewerb erreichten 9 von 10 Mannschaften vom afrikanischen Kontinent die K.o.-Runde. Zum Vergleich: Bei der letzten Weltmeisterschaft nahmen nur 5 Vertreter von diesem Kontinent teil.
Globale Gleichheit: Nationalmannschaften aus allen Kontinenten schafften es, Tore zu erzielen und mindestens einen Punkt zu holen.
«Bei der Organisation des Turniers ist es wichtig, es nicht nur für Europa und Südamerika, sondern für die ganze Welt zu öffnen. Jedes Land sollte die Chance haben, von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu träumen», sagte der FIFA-Präsident.
Es sei daran erinnert, dass die Initiative zum Wechsel auf ein 64-Mannschaften-Format bereits 2025 vom CONMEBOL-Chef Alejandro Domínguez eingebracht wurde. Er schlug vor, dieses Format bei der WM 2030 zu testen, bei der die FIFA das 100-jährige Jubiläum des Turniers feiert, und Infantino hatte ESPN in einer Stellungnahme gegenüber der Publikation diese Idee unterstützt.
Donald Trump und die FIFA-Krise: Hat Infantino das Vertrauen verloren?
Obwohl Infantino davon träumt, den Umfang der Turniere zu erweitern, wird es für ihn immer schwieriger, seinen Posten zu behalten. Ein politischer Skandal um den Stürmer der US-Nationalmannschaft, Folarin Balogun, hat die Position des FIFA-Chefs stark geschwächt.
Wie begann der Konflikt? Der amerikanische Stürmer wurde nach einer Roten Karte im Achtelfinale gegen Bosnien und Herzegowina (2:0) vom Platz gestellt. Seine Sperre wurde jedoch unerwartet verzögert, und er kam im nächsten wichtigen Spiel gegen Belgien zum Einsatz. Später stellte sich heraus, dass US-Präsident Donald Trump persönlich Infantino gebeten hatte, Baloguns Strafe umzuwandeln.
Diese Situation löste bei Fußballverbänden und internationalen Medien scharfe Empörung aus. The Times eine hochrangige Quelle der Publikation bewertete die Situation wie folgt:
«Es gibt keine größere politische Einmischung in den Fußball als die von Trump, und die Erklärungsversuche der FIFA waren unsinnig.»
Die Wahlen 2027 und die Aussichten für die WM 2030
Berichten zufolge bestreitet Gianni Infantino jegliches Fehlverhalten und beabsichtigt, bei den Wahlen 2027 erneut zu kandidieren. Aufgrund des schweren Ansehensverlusts haben jedoch innerhalb der Organisation Arbeiten begonnen, um einen starken alternativen Kandidaten aufzubauen.
Unabhängig davon, ob die Teilnehmerzahl auf 64 erweitert wird oder nicht, wird die kommende WM 2030 definitiv der umfassendste Wettbewerb der Fußballgeschichte sein. Dieses Jubiläumsturnier findet gleichzeitig in 6 Ländern auf 3 Kontinenten statt:
Kontinent | Gastgeberländer |
Südamerika | Uruguay, Argentinien, Paraguay |
Europa | Spanien, Portugal |
Afrika | Marokko |
Die offizielle Einführung des 64-Mannschaften-Formats wird von den Ergebnissen der großen Veränderungen und politischen Kämpfe abhängen, die in den kommenden Jahren in der FIFA-Führung erwartet werden.


















Kommentare 0
…