Guardiola über Klopp: „Er hat mich mit seinen taktischen Wechseln wahnsinnig gemacht“

Guardiola über Klopp: „Er hat mich mit seinen taktischen Wechseln wahnsinnig gemacht“

Pep Guardiola hat den schwierigsten Gegner enthüllt, auf den er während seiner Trainerkarriere getroffen ist. Der katalanische Spezialist wählte nicht einen ehemaligen Mentor von Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, sondern Jürgen Klopp, der ihm in England jahrelang ernsthaften Widerstand leistete.

„Er hat das System alle 20 Minuten geändert“

In einem kürzlichen Interview gab Guardiola zu, dass der ehemalige Cheftrainer von Liverpool der Spezialist war, der ihn taktisch am meisten vor Herausforderungen stellte.

„Jürgen Klopp war der größte Rivale meiner gesamten Karriere. Dieser Mann konnte das taktische System alle 20 Minuten ändern. Er hat mich wahnsinnig gemacht“, zitierte die Zeitung AS Guardiola.

Diese Einschätzung zeigt auch, dass Klopps Mannschaften nicht nur auf hohem Pressing und schnellen Angriffen basierten. Der deutsche Spezialist änderte während des Spiels die Struktur und zwang den gegnerischen Trainer ständig dazu, nach neuen Lösungen zu suchen.

Unvergessliche Rivalität im englischen Fußball

Als Guardiola 2016 „Manchester City“ übernahm, hatte Klopp bereits seine Arbeit bei Liverpool begonnen. So begründeten die beiden Trainer fast acht Jahre lang eine der größten Rivalitäten im englischen Fußball.

Auf der einen Seite stand Guardiolas Fußball, der auf Ballbesitz, Positionsspiel und das Verschieben des Gegners durch Pässe setzte, während auf der anderen Seite Klopps Stil stand, der auf intensivem Pressing, Schnelligkeit und hoher körperlicher Aktivität aufbaute.

Klopp trainierte Liverpool von Oktober 2015 bis Mai 2024. Seine neunjährige Amtszeit im Verein ging mit Premier-League-Titeln und Siegen in der Champions League in die Geschichte ein.

Warum hat gerade Klopp Guardiola so sehr gequält?

Guardiolas Mannschaften versuchen normalerweise, das Spiel zu kontrollieren und den nächsten Schritt des Gegners vorherzusehen. Klopp hingegen konnte die Richtung des Pressings, die Positionierung der Spieler und die Art des Umschaltspiels je nach Situation auf dem Platz schnell ändern.

Deshalb konnte Liverpool in ein und demselben Spiel in verschiedenen Formen auftreten: In einer Situation übten sie hohes Pressing aus, in den folgenden Minuten schlossen sie das Zentrum und warteten auf Räume für Konter.

Guardiolas Beschreibung, dass „er das System alle 20 Minuten änderte“, deutet ebenfalls auf diese taktische Flexibilität von Klopp hin.

Guardiola beendete sein Jahrzehnt bei City

Manchester City gab am 22. Mai 2026 offiziell bekannt, dass Guardiola sein Amt als Cheftrainer am Ende der Saison niederlegen würde. In zehn Jahren beim Verein gewann er 20 große Trophäen und wurde zum erfolgreichsten Trainer in der Geschichte von City.

Obwohl Guardiola seinen Vertrag 2024 bis zum Sommer 2027 verlängert hatte, entschied er sich, das Traineramt ein Jahr vor Ablauf der Vereinbarung zu verlassen. Nach seinem Abschied von Manchester City wird er weiterhin als globaler Botschafter und technischer Berater innerhalb der City Football Group tätig sein.

Auch Klopps Aufgabe hat sich geändert

Jürgen Klopp arbeitet seit Januar 2025 als Head of Global Soccer bei Red Bull. Er befasst sich damit, den Vereinen im Netzwerk des Unternehmens strategische Ausrichtung zu geben, Talente zu entwickeln und eine gemeinsame Fußballphilosophie zu formen.

So haben sich die beiden Trainer, die viele Jahre lang an der Seitenlinie gegeneinander gekämpft haben, vorerst aus der täglichen Vereinsführung zurückgezogen. Doch Guardiolas Geständnis bestätigte erneut, dass die Rivalität zwischen ihnen einen besonderen Platz in der Fußballgeschichte einnehmen wird.

Wer von beiden, Guardiola oder Klopp, hat Ihrer Meinung nach die Fußballtaktik stärker beeinflusst?

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