Cristiano Ronaldo und Portugal: Neue Ordnung unter Jorge Jesus

Cristiano Ronaldo und Portugal: Neue Ordnung unter Jorge Jesus

Portugal-Legende Cristiano Ronaldo muss sich an einen veränderten Status in der Nationalmannschaft anpassen, wenn er seine internationale Karriere fortsetzen will. Unter dem neu ernannten Nationaltrainer Jorge Jesus ist der 39-jährige Stürmer kein unantastbarer Stammspieler mehr, wie der ehemalige Benfica-Präsident Luis Filipe Vieira in einem Interview mit Goal.com berichtet.

Vieira ist der Ansicht, dass die Verpflichtung von Jorge Jesus den Beginn einer neuen Ära für den portugiesischen Fußball markiert. Während vor der WM-Qualifikation 2026 ein Umbruch ansteht, wird der erfahrene Coach versuchen, die Balance im Kader zu wahren. Insbesondere die Rolle von Rekordnationalspieler Ronaldo mit 233 Einsätzen bleibt eines der heißesten Themen.

Neuer Trainer und frischer Ansatz

Vieira, der lange mit Jorge Jesus zusammengearbeitet hat, lobte die Professionalität des Trainers. Er betonte, dass Jesus in seinen Entscheidungen konsequent sei und mit Starspielern umzugehen wisse. Im Interview mit Antena 1 sagte Vieira: „Ich kenne ihn sehr gut. Er ist ein extrem professioneller Trainer. Das bestätige nicht nur ich, sondern alle Spieler, die mit ihm gearbeitet haben. Die Rückkehr des portugiesischen Trainers war ein sehr wichtiger Schritt für die Nationalmannschaft.“

Gleichzeitig äußerte sich der Ex-Funktionär zur Zukunft Ronaldos. Er betonte, dass der Stürmer von Al-Nassr erkennen müsse, dass er sich in der Endphase seiner Karriere befindet. Obwohl Jorge Jesus und Cristiano Ronaldo während ihrer Zeit in Saudi-Arabien ein gutes Verhältnis aufgebaut haben, wird dies voraussichtlich keinen Einfluss auf die sportlichen Entscheidungen auf dem Platz haben.

Konkurrenzkampf und Rotationssystem

„Ich denke, Jesus weiß, wie man mit dieser Situation umgeht. Auch Ronaldo muss verstehen, dass seine Karriere sich dem Ende neigt. Manchmal wird er spielen, manchmal auf der Bank sitzen. Das ist ein natürlicher Prozess, den der Spieler akzeptieren muss“, fügte Vieira hinzu. Das bedeutet, dass wir Ronaldo in Portugals kommenden Spielen vermehrt als Kaderspieler in der Rotation erleben könnten.

Zur Einordnung: Cristiano Ronaldo ist nach wie vor der Rekordtorjäger und Rekordnationalspieler des europäischen Fußballs. Seine internationalen Bestmarken dürften noch lange Bestand haben. Dennoch zwingen schwankende Leistungen bei den letzten großen Turnieren und das Aufkommen junger Stürmer den Trainerstab zu drastischen Schritten.

Das Hauptziel von Jorge Jesus ist es, die Mannschaft von der Abhängigkeit von einem einzigen Star zu befreien und mit einem starken, ausgeglichenen Kader zur WM 2026 zu fahren. Ronaldos Erfahrung wird dabei helfen, aber 90 Minuten in jedem Spiel sind für ihn nicht mehr garantiert.

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!
Discuss with Zamin AIAnalyze the news, get useful answers

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten