Joseph Parker kehrt in den Ring zurück: Neue Entscheidung im Kokain-Fall

Joseph Parker kehrt in den Ring zurück: Neue Entscheidung im Kokain-Fall

Dem ehemaligen Schwergewichts-Weltmeister Joseph Parker steht der Weg zurück zum Profiboxen offen. Das britische Boxkontrollamt bestätigte, dass die gegen den Neuseeländer verhängte vorläufige Sperre aufgehoben wurde.

Parker war im vergangenen Oktober nach seinem Kampf gegen Fabio Wardley vorübergehend von Wettkämpfen ausgeschlossen worden, nachdem in einer Dopingprobe Kokainspuren festgestellt worden waren. Der Boxer bestreitet, verbotene Substanzen absichtlich eingenommen zu haben.

„Ich werde bald wieder im Ring stehen“

In einer Erklärung in den sozialen Medien zeigte sich der 34-jährige Boxer erfreut darüber, seine Karriere fortsetzen zu können.

„Ich freue mich, bestätigen zu können, dass meine Sperre aufgehoben wurde, und werde bald in den Ring zurückkehren. Solange nicht alle Einzelheiten abschließend vereinbart sind, darf ich dazu keine ausführlichen Angaben machen.“

Auch das britische Boxkontrollamt bestätigte die Aufhebung der vorläufigen Sperre, machte jedoch keine weiteren Angaben zur rechtlichen Grundlage der Entscheidung oder zu den Ergebnissen der Untersuchung.

Daher sollte die aktuelle Entscheidung nicht vorschnell als vollständige Entlastung Parkers in dem Fall interpretiert werden. Er hat das Recht zur Rückkehr in den Ring zurückerlangt, doch einige mit dem Verfahren verbundene Formalitäten könnten noch nicht abgeschlossen sein.

Was wurde in der Dopingprobe festgestellt?

Parker boxte am 25. Oktober 2025 in London gegen Fabio Wardley. Berichten zufolge wurde in einer an diesem Tag von der VADA entnommenen Probe das Kokain-Abbauprodukt Benzoylecgonin festgestellt.

Obwohl Kokain nicht als klassisches leistungssteigerndes Dopingmittel gilt, gehört es während eines Wettkampfs zu den verbotenen Substanzen. Die Einzelheiten des Falls – etwa wann und unter welchen Umständen die Substanz in den Körper gelangte – könnten die mögliche Dauer einer Sanktion beeinflussen.

Parker erklärte, das Ergebnis sei für ihn überraschend gewesen, und wies den Regelverstoß zurück. Auch sein Team zeigte sich überzeugt, dass die Untersuchung den Sachverhalt klären werde.

Gegen Wardley endete seine Siegesserie

Der Kampf gegen Fabio Wardley war einer der entscheidenden Wendepunkte in Parkers Karriere. Der Neuseeländer boxte über weite Strecken konkurrenzfähig, doch der Ringrichter stoppte den Kampf in der 11. Runde nach einer Serie von Treffern seines Gegners.

Die Niederlage beendete Parkers Siegesserie von sechs Kämpfen. In dieser Phase besiegte er starke Schwergewichtler wie Deontay Wilder, Zhilei Zhang und Martin Bakole und wurde zu einem der wichtigsten Herausforderer um Oleksandr Usyks WM-Gürtel.

Nach Bekanntwerden des Dopingfalls kam seine Karriere im Ring für fast acht Monate zum Stillstand.

Das Comeback wird nicht einfach

Parker war von 2016 bis 2018 WBO-Schwergewichtsweltmeister. Seine Bilanz umfasst 36 Siege und vier Niederlagen.

Ein sofortiger Titelkampf nach einer so langen Pause ist jedoch unwahrscheinlich. Der Boxer könnte zunächst einen oder mehrere Aufbaukämpfe bestreiten, um seine körperliche Verfassung zu testen und seine Position in der Rangliste wieder zu verbessern.

Parkers nächster Gegner, das Kampfdatum und der Austragungsort stehen bislang nicht fest. Aus seiner Erklärung geht jedoch hervor, dass die Verhandlungen bereits begonnen haben und eine offizielle Bekanntgabe nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte.

Die wichtigste Frage bleibt offen

Die Aufhebung der vorläufigen Sperre war für Parker eine große Erleichterung. Er kann nun erneut eine Lizenz beantragen und an Profikämpfen teilnehmen.

Für die Boxwelt bleiben jedoch zwei wichtige Fragen offen: Wie gelangte das Kokain-Abbauprodukt in seinen Körper, und auf welcher Grundlage wurde die vorläufige Sperre aufgehoben?

Solange diese Einzelheiten nicht offengelegt sind, ist Parkers Rückkehr aus sportlicher Sicht zwar offiziell möglich, doch die Debatte um den Dopingfall kann nicht als vollständig beendet gelten. Nun muss er seinen Ruf nicht mit Erklärungen, sondern mit seinen Leistungen im Ring nach der langen Pause wiederherstellen. Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren und teilen Sie den Artikel auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken mit Sportfans!

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