Microsoft-Wissenschaftler beweist, dass künstliches Bewusstsein in Age of Empires II möglich ist

Moderne Forschungen analysieren oft, ob große Sprachmodelle Anzeichen von Empathie oder Bewusstsein aufweisen. Adrian de Winter, Forscher bei Microsoft und der York University, stellte diesen Ansatz in seiner neuen Arbeit infrage. Der Autor zeigte, dass man sowohl ein einfaches neuronales Netz als auch ein Analogon einer universellen Turingmaschine innerhalb des 1999 erschienenen Strategiespiels Age of Empires II erstellen kann. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Der Forscher baute ein Perzeptron, die Grundlage neuronaler Netze, mithilfe des Szenario-Editors des Spiels. Statt elektronischer Signale wurden Spielobjekte verwendet: Schafe und Dorfbewohner bewegten sich auf vordefinierten Pfaden und fungierten als logische Elemente. Beim Turingmaschinen-Analogon repräsentierten verschiedene Gebäude Symbole auf dem Rechenband, während die Parameter der Spielökonomie den Systemzustand darstellten.
Adrian de Winter betont, dass viele moderne Tests auf der impliziten Annahme basieren, dass Sprachmodelle menschliche Eigenschaften besitzen. Überträgt man dieselben Rechenprinzipien auf die Umgebung von Age of Empires II, bleibt die mathematische Essenz des Prozesses gleich, doch das Gefühl von "Intelligenz" verschwindet. Dies zeigt, dass Eigenschaften, die der AI zugeschrieben werden, nicht vom Modell selbst abhängen, sondern davon, wie Menschen es über eine bequeme Schnittstelle wahrnehmen.
Der Wissenschaftler schlägt den Ansatz der "Null-Annahme" (Null Assumption) vor. Demnach sollte man der AI keine psychologischen Eigenschaften zuschreiben, bis verlässliche Beweise vorliegen. Sätze wie "Ich denke" oder "Ich fühle", die von Bots wie ChatGPT verwendet werden, können bei Nutzern falsche Vorstellungen und emotionale Bindungen hervorrufen.















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