Wichtiger Meilenstein in der zweiten Einheit des türkischen Akkuyu-KKW erreicht

Wichtiger Meilenstein in der zweiten Einheit des türkischen Akkuyu-KKW erreicht

In der Provinz Mersin in der Türkei hat eine der verantwortungsvollsten Phasen der Bauarbeiten an der zweiten Einheit des Akkuyu-Kernkraftwerks (KKW) begonnen: der Schweißprozess der Hauptzirkulationsleitung. Dieser Prozess ist vergleichbar mit der Schaffung der „Blutgefäße“ des Reaktorherzens, die einen sicheren und stabilen Betrieb gewährleisten. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

In diesem vom russischen Staatskonzern Rosatom durchgeführten Projekt müssen Spezialisten insgesamt 32 Verbindungspunkte verschweißen. Während des Bauprozesses werden Rohre und Metallkonstruktionen mit einem Gesamtgewicht von fast 260 Tonnen montiert. Die Gesamtlänge der Rohre übersteigt 150 Meter und sie nehmen einen zentralen Platz im technologischen System des Kraftwerks ein.

Technologische Komplexität und Sicherheitsmaßnahmen

Die Hauptzirkulationsleitung gewährleistet die Bewegung der Wärmeträgerflüssigkeit zwischen dem Reaktor, den Dampferzeugern und den Hauptzirkulationspumpen. Nach der Inbetriebnahme des KKW wird entsalztes Wasser unter einem Druck von 160 Atmosphären und einer Temperatur von 330 Grad durch diese Rohre zirkulieren. Daher werden extrem hohe Anforderungen an die Schweißqualität gestellt.

Nach Angaben von Rosatom verfügt jede Schweißnaht über eine spezielle Markierung, die eine vollständige Rückverfolgung der Vorbereitung, Kontrolle und Abnahme ermöglicht. Nach Abschluss des Prozesses wird jede Verbindung einer Ultraschall-, Kapillar- und radiografischen Prüfung unterzogen, um mikroskopische Defekte zu vermeiden.

Im nächsten Schritt werden die Schweißnähte einer Hochtemperatur-Wärmebehandlung unterzogen. In der Endphase wird die Innenfläche der Rohre mit einer speziellen Beschichtung versehen, um sie vor Korrosion zu schützen. Diese Maßnahme garantiert die Beständigkeit der Rohre in einer aggressiven Umgebung über Jahrzehnte hinweg.

Bedeutung für die regionale Energieversorgung

Akkuyu ist das erste Kernkraftwerk in der Geschichte der Türkei und umfasst vier Blöcke, die mit VVER-1200-Reaktoren der Generation 3+ auf Basis eines russischen Designs ausgestattet sind. Jeder Block hat eine Leistung von 1200 MW. Die Inbetriebnahme des Projekts mit voller Kapazität wird als wichtiger Schritt zur Stärkung der Energieunabhängigkeit der Türkei erwartet.

Zur Erinnerung: Zuvor wurde berichtet, dass Brennstoffsimulatoren in die erste Einheit des Kraftwerks geladen wurden. Nach Plan der Spezialisten ist die Testinbetriebnahme der ersten Einheit für den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Das Akkuyu-Projekt gilt als eines der größten Energieobjekte nicht nur für die Türkei, sondern für die gesamte Region.

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Abror Shuhratov
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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