Amazon bereitet hunderte Satelliten vor: Projekt leidet unter Raketenmangel

Amazon ist beim Ausbau seines orbitalen Internetnetzwerks Leo auf ein unerwartetes Hindernis gestoßen. Unternehmensvertreter teilten mit, dass derzeit hunderte fertige Satelliten in Lagerhäusern in Florida auf den Start warten, jedoch die Raketen zu ihrem Transport ins All fehlen. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.
Laut Steve Metayer, Vizepräsident für Fertigung, schreitet der Montageprozess in hohem Tempo voran – täglich werden mehrere neue Satelliten fertiggestellt. Die Startkapazitäten hinken jedoch der Produktionsleistung weit hinterher. Dies könnte es Amazon erschweren, auf dem globalen Internetmarkt mit Starlink zu konkurrieren.
Probleme mit den Raketenträgern
Derzeit hat Amazon Verträge mit mehreren großen Anbietern unterzeichnet, um seine Geräte in den Orbit zu bringen. Bei der Analyse der Situation zeigen sich folgende Hauptprobleme:- Die New Glenn Rakete von Blue Origin könnte sich aufgrund eines Fehlers beim Testflug um 12 bis 18 Monate verzögern;
- Die von United Launch Alliance (ULA) bereitgestellten Vulcan-Raketen weisen Risiken im Zusammenhang mit den Triebwerken auf;
- Die Lebensdauer der älteren Atlas V Raketen neigt sich dem Ende zu.
Die Amazon-Führung betont, dass sie ihr Portfolio diversifiziert haben, um nicht von einem einzigen Anbieter abhängig zu sein. In der Praxis bestimmt jedoch genau dieser Raketenmangel das Gesamttempo des Projekts. Diese Situation beweist erneut, wie wichtig und komplex die Weltraumlogistik für Tech-Giganten ist.
Für Länder wie Usbekistan, die keinen Zugang zum Meer haben und in entlegenen Gebieten einen hohen Bedarf an stabilem Internet haben, sind solche Projekte von strategischer Bedeutung. Es wird erwartet, dass der Start des Amazon Leo Netzwerks den Wettbewerb auf dem Markt verschärft und zu sinkenden Preisen für Satelliten-Internet führt.
Bisher hat das Unternehmen seinen Plan, die kommerziellen Dienste bis Ende dieses Jahres zu starten, nicht aufgegeben. Sollten die Logistikprobleme gelöst werden, strebt Amazon an, in den kommenden Jahren ein riesiges Netzwerk aus Tausenden von Satelliten aufzubauen.















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