AMD stellt wichtige Funktion für Ryzen 9000 Prozessoren nach Nutzerkritik wieder her

AMD stellt wichtige Funktion für Ryzen 9000 Prozessoren nach Nutzerkritik wieder her

Nach scharfer Kritik von Nutzern hat AMD beschlossen, die Funktion Transparent Secure Memory Encryption (TSME) für die Desktop-Prozessoren der Ryzen 9000 Serie wieder einzuführen. Diese Technologie ermöglicht eine Verschlüsselung des Speichers auf Hardware-Ebene und erhöht die Systemsicherheit erheblich. Zuvor hatte das Unternehmen diese Funktion in der AGESA 1.2.7.0 Firmware ohne Vorwarnung entfernt. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

Die TSME-Technologie wurde vor mehr als einem Jahrzehnt von AMD eingeführt und dient der automatischen Verschlüsselung von Daten im RAM. Dieser Mechanismus spielt eine entscheidende Rolle, insbesondere beim Schutz vor Angreifern mit physischem Zugriff auf den Computer. Insbesondere schützt er vor „Cold Boot“-Angriffen, bei denen versucht wird, den Speicherinhalt nach dem Ausschalten des Computers auszulesen.

Das Problem wurde zuerst vom Linux-Enthusiasten Ben Kilpatrick bemerkt. Als er im April ein neues System auf Basis des Ryzen 7 9700X testete, stellte er fest, dass die Speicherverschlüsselungsfunktion verschwunden war. Kilpatrick kontaktierte über mehrere Monate MSI- und AMD-Ingenieure, um die Situation zu klären. Laut ixbt.com wichen die Unternehmensvertreter anfangs einer klaren Antwort aus.

Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Marketing

In der Kommunikation mit MSI-Vertretern wurde bekannt, dass die TSME-Funktion offiziell nur für Prozessoren der Ryzen PRO-Serie vorgesehen war; obwohl Standard-Ryzen-Modelle und Mainboards die Funktion technisch unterstützen, wurde sie eingeschränkt. Dies löste eine Welle der Unzufriedenheit unter den Nutzern aus. Viele warfen AMD vor, die Sicherheit für normale Nutzer künstlich einzuschränken, um die Vorteile der professionellen Serie zu wahren.

Unter öffentlichem Druck gab AMD schließlich zu, dass diese Option bei den Ryzen 9000 Prozessoren im Consumer-Segment vorhanden war, jedoch in einem der letzten Updates entfernt wurde. Laut einer Erklärung des Unternehmens wurde die Entscheidung zur Wiederherstellung der Funktion „auf Basis wertvollen Feedbacks aus der Community“ getroffen. Dieser Fall zeigt erneut, wie schnell sich Tech-Giganten an Nutzerforderungen anpassen müssen.

Es ist anzumerken, dass AMD die TSME-Technologie weiterhin als zentrales Sicherheitselement der Ryzen PRO-Linie betrachtet. In der professionellen Serie ist die Funktion garantiert und wird auch in Zukunft erhalten bleiben. Für normale Nutzer wird diese Möglichkeit mit einem BIOS-Update im Juli wiederhergestellt. Auch Nutzer in Usbekistan können durch das Update ihrer Systeme diese zusätzliche Schutzschicht erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Besitzer eines Ryzen 9000 nicht auf zusätzliche Sicherheit verzichten müssen. Das BIOS-Update gewährleistet nicht nur die Systemstabilität, sondern auch die Datenintegrität. Dass Unternehmen wie AMD ihre Fehler eingestehen und Funktionen zurückbringen, trägt zur Stärkung des Markenvertrauens bei.

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