Rocket Lab verzögert japanischen Satelliten wegen geheimer US-Militärmission

Am 26. Juni brachte Rocket Lab erfolgreich einen weiteren Radarsatelliten eines japanischen Unternehmens in die Umlaufbahn. Dieser Flug erregte jedoch die Aufmerksamkeit internationaler Experten nicht nur wegen seines technischen Ergebnisses, sondern weil er aufgrund einer geheimen Operation der US Space Force verzögert wurde. Laut ixbt.com wurde die Mission aufgrund eines Schnellaktionsprogramms, das über 72 Stunden lang geheim gehalten wurde, um mehr als eine Woche verschoben. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.
Die Electron-Trägerrakete startete vom Launch Complex 1 in Neuseeland um 13:43 Uhr EDT. Im Rahmen der Mission "10 Owl of 10" wurde der StriX-Apparat 56 Minuten nach dem Start in eine Umlaufbahn in 552 Kilometern Höhe gebracht. Dies ist der zehnte Satellit, den Rocket Lab für Synspective gestartet hat, wobei das japanische Startup für den Aufbau seiner orbitalen Konstellation ausschließlich diesen Anbieter nutzt.
Geheime Mission und unerwartete Änderungen
Ursprünglich war der Flug für den 17. Juni geplant, doch am Abend des 16. Juni kündigte Rocket Lab überraschend die Verschiebung des Starts an. Damals begründete das Unternehmen dies mit der Notwendigkeit zusätzlicher Prüfungen. Später wurde bekannt, dass das frei gewordene Zeitfenster auf Anfrage der US Space Force für die operative Mission Victus Haze genutzt wurde.Obwohl der Flug im Rahmen von Victus Haze am 19. Juni stattfand, gaben weder das Militär noch Rocket Lab dies im Voraus bekannt. Die offizielle Bestätigung erfolgte erst drei Tage nach dem Flug. Da der Kosmodrom in einem abgelegenen Gebiet liegt, gab es keine Augenzeugen des Starts; nur das Erscheinen neuer Objekte in der Space-Track-Datenbank bestätigte indirekt, dass die Mission durchgeführt wurde.
Diese geheime Operation ist Teil des Konzepts des "responsive space". Dieses Konzept sieht die Möglichkeit vor, Satelliten innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden nach Auftragserteilung in die Umlaufbahn zu bringen. Dies ist für das US-Verteidigungssystem von strategischer Bedeutung, um schnell auf unerwartete Bedrohungen zu reagieren.
Eine neue Phase in der Strategie von Rocket Lab
Die Synspective-Mission war der zwölfte Flug der Electron-Rakete im Jahr 2024. Es ist anzumerken, dass das Unternehmen nicht nur an kommerziellen, sondern auch an der Erprobung militärischer Technologien aktiv beteiligt ist. Beispielsweise wurde am 11. Juni von Virginia aus eine Rakete in der HASTE-Modifikation gestartet, die dem Test von Hyperschalltechnologien dient.Heute entwickelt sich Rocket Lab von einem reinen kommerziellen Operator zu einem der wichtigsten Auftragnehmer im US-Weltraumsektor. Synspective wiederum hat mit Rocket Lab einen Vertrag über weitere 17 Flüge unterzeichnet und zusätzlich eine Zusammenarbeit mit SpaceX initiiert. Solche Projekte dienen der weiteren Verbesserung von Radarsystemen zur Erdbeobachtung.

















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