Revolution in der Kernenergie: Rosatom präsentiert Plasma-Aufarbeitungstechnologie

Revolution in der Kernenergie: Rosatom präsentiert Plasma-Aufarbeitungstechnologie

Wissenschaftler der russischen Staatskonzern Rosatom haben eine Technologie demonstriert, von der erwartet wird, dass sie eine grundlegend neue Phase im Bereich der Kernenergie einleitet. Diese auf dem Tomsk International Energy Forum vorgestellte Entwicklung basiert auf der Plasma-Separationsmethode zur Aufarbeitung von abgebrannten Kernbrennstoffen. Diese Methode unterscheidet sich vollständig von traditionellen chemischen Prozessen und hebt die ökologische Sicherheit und wirtschaftliche Effizienz auf ein neues Niveau. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

Die neue Technologie wurde im Rahmen des Projekts "Proriv" (Durchbruch) entwickelt. Ihr Kern besteht darin, Stoffe nicht durch chemische Reaktionen, sondern anhand ihres Massenunterschieds zu trennen. Während des Prozesses wird der Kernbrennstoff in den Plasmazustand versetzt und unter dem Einfluss starker elektromagnetischer Felder in seine Bestandteile zerlegt. Dies ermöglicht die hochpräzise Trennung von wertbarem Uran und Plutonium aus radioaktiven Abfällen.

Vorteile gegenüber traditionellen Methoden

Laut Valentin Smirnov, Akademiker der Russischen Akademie der Wissenschaften, bietet die Plasma-Separationsmethode gegenüber traditionellen hydrometallurgischen Prozessen eine Reihe wichtiger Vorteile. Erstens zeichnet sich diese Technologie durch das fast vollständige Fehlen eines unterstützenden Rezirkulationsmediums aus. Dies trägt dazu bei, die Menge der während des Aufarbeitungsprozesses entstehenden Sekundärabfälle drastisch zu reduzieren.

Zweitens besitzt der neue Ansatz eine „gierige“ Eigenschaft (universelle Flexibilität) gegenüber verschiedenen Komponenten. Das bedeutet, dass das Gerät den Brennstoff unabhängig von seiner Zusammensetzung und seinem Zustand effizient aufarbeiten kann. Dies senkt die Projektkosten erheblich, indem die Produktionsflächen verkleinert und die Anzahl der benötigten Anlagen reduziert werden.

Durchgeführte Experimente haben die Lebensfähigkeit der Technologie bereits bewiesen. Den Wissenschaftlern gelang es, Modellmischungen von Stoffen erfolgreich zu trennen, optimale Lösungen für den Übergang in den Plasmazustand zu finden und die Kontinuität des Arbeitsprozesses zu gewährleisten. Diese Ergebnisse bilden ein solides Fundament für den Übergang von Laborbedingungen in den industriellen Maßstab.

Zukünftige Pläne und Perspektiven

Nach Angaben von ixbt.com sieht die nächste Phase des Projekts die Schaffung eines Geräts der neuen Generation bis 2027 vor. Mit diesem Gerät werden die wichtigsten technischen Lösungen in der Praxis erprobt und die Möglichkeiten zur Einführung der Technologie in die großtechnische Produktion bewertet.

Für Länder wie Usbekistan, die eine Entwicklung der Kernenergie planen, könnten solche Technologien in Zukunft von großer Bedeutung sein. Die Frage der Entsorgung von Kernabfällen und der Schließung des Brennstoffkreislaufs ist ein integraler Bestandteil der globalen Energiesicherheit. Die von Rosatom angebotene Lösung trägt dazu bei, Kernkraftwerke in eine noch sauberere und stabilere Energiequelle zu verwandeln.

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