Die USA starten einen neuen Dienst zur Lösung von Problemen im Weltraum

Die Space Development Agency (SDA) des US-Verteidigungsministeriums und die Defense Innovation Unit (DIU) haben die erste Phase des Programms deorbit-as-a-service (DaaS) gestartet. Es soll Weltraumschrott beseitigen und kontrolliert in die Atmosphäre zurückführen. Laut ixbt.com erhielten Firefly Aerospace, D-Orbit und Katalyst Space im Rahmen der Initiative insgesamt 8,4 Millionen US-Dollar für erste Entwürfe von Systemen, die Raumfahrzeuge annähern, einfangen, versetzen und aus der Umlaufbahn entfernen können. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Die zunehmende Zahl ausgefallener Satelliten und verschiedener Trümmerteile in den Umlaufbahnen entwickelt sich zu einem ernsthaften Problem für die globale Raumfahrt. Nach der ersten Prüfungsphase werden SDA und DIU die vielversprechendsten technologischen Lösungen für Demonstrationen im Weltraum auswählen. Jedes teilnehmende Team schlägt einen eigenen Ansatz und eigene technische Lösungen für diese Aufgabe vor.
Neue technologische Ansätze und Pläne der Unternehmen
D-Orbit entwickelt gemeinsam mit TransAstra ein Manipulatorsystem mit weichem Greifer, das potenziellen Weltraumschrott sichern soll. Firefly schlägt die Konfiguration Elytra Dawn seiner vielseitigen Plattform für die Wartung von Objekten im Orbit vor. Katalyst Space führt unterdessen die standardisierte robotische Plattform Nexus ein, die für verschiedene Kunden und Aufgaben eine einheitliche Grundkonstruktion verwenden soll.Experten zufolge kann dieser Ansatz die Kosten für die Entwicklung eines separaten Raumfahrzeugs für jedes einzelne Objekt deutlich senken. Der Schwerpunkt liegt auf der Skalierbarkeit. Nach der herkömmlichen Methode wird jeder Satellit so ausgelegt, dass er am Ende seiner Einsatzzeit selbstständig aus der Umlaufbahn entfernt werden kann. Das neue DaaS-Modell ermöglicht es Betreibern, diesen Vorgang nach Abschluss der Hauptmission bei einem spezialisierten Unternehmen zu beauftragen.
Orbitale Logistik und künftige Möglichkeiten
Vertreter von D-Orbit erklären, dass die Verfügbarkeit eines erprobten Dienstes den Betreibern helfen wird, die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Missionsabschlusses zu erhöhen. Komplexe oder problematische Raumfahrzeuge können anschließend zur späteren Entsorgung an spezialisierte Dienste übergeben werden. Außerdem geht es nicht nur um die Beseitigung von Weltraumschrott: Künftig könnten dieselben Technologien auch zur Reparatur von Satelliten, zu ihrer Verlegung in andere Umlaufbahnen und zum Betanken eingesetzt werden.Die aktuellen Verträge ermöglichen es den Unternehmen, die künftige Wirtschaftlichkeit orbitaler Logistik als Dienstleistung zu erproben. Staatliche Aufträge dürften der Branche die ersten realen Demonstrationen liefern, woraufhin auch kommerzielle Betreiber solche Dienste nutzen könnten. Die endgültige Auswahl der Systeme wird von ihrer technischen Reife, dem Missionskonzept, den Fristen und dem Preis abhängen und damit die Grundlage für einen völlig neuen Weltraummarkt schaffen.

















Kommentare 0
…