Kanadischer Geheimdienst greift internationale Cyberkriminelle und Extremisten an

Kanadischer Geheimdienst greift internationale Cyberkriminelle und Extremisten an

Das Communications Security Establishment (CSE) Kanadas hat im vergangenen Jahr eine Reihe staatlich genehmigter Cyberangriffe gegen Drogenhändler, extremistische Gruppen und Ransomware-Banden durchgeführt. Dies wurde im Jahresbericht der Behörde bekannt gegeben. Eine solch offene Erklärung eines Geheimdienstes, der normalerweise streng geheim arbeitet, hat die Aufmerksamkeit internationaler Experten auf sich gezogen. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Laut dem CSE-Bericht hat die Agentur im vergangenen Jahr drei große „aktive Cyberoperationen“ durchgeführt. Dieser Begriff bezieht sich auf direkte Cyberangriffe gegen ausländische Akteure, die die nationale Sicherheit Kanadas bedrohen. Das Hauptziel der Operationen war es, die Aktivitäten feindlicher Strukturen zu unterbrechen und deren digitale Infrastruktur außer Gefecht zu setzen.

Kampf gegen Drogen und Extremismus

Die erste Operation richtete sich gegen internationale Broker, die mit Chemikalien handelten, die für die Herstellung des synthetischen Opioids Fentanyl benötigt werden. Der Geheimdienst sammelte Informationen über diese Personen, blockierte ihre Kommunikationskanäle und schränkte ihre operativen Möglichkeiten erheblich ein. Dies trug dazu bei, den Zustrom gefährlicher Substanzen auf kanadische Straßen zu verringern.

Der zweite wichtige Schwerpunkt war der Kampf gegen eine ausländische extremistische Gruppe. Diese Gruppe verbreitete online eine Ideologie der Gewalt und rekrutierte neue Mitglieder, darunter auch Kanadier. Durch die Analyse von Signalen elektronischer Geräte identifizierte das CSE die Schwachstellen der Gruppe. Der daraufhin durchgeführte Cyberangriff schädigte den Ruf der Extremisten und schränkte ihre Fähigkeit ein, neue Mitglieder zu gewinnen.

Schlag gegen Ransomware-Banden

Die dritte große Operation zielte auf eine Hackergruppe ab, die nach dem Modell „Ransomware-as-a-Service“ arbeitete. Diese Gruppe vermietete ihre Infrastruktur an andere Cyberkriminelle und führte Angriffe auf den kanadischen Gesundheits-, Transport- und Wirtschaftssektor durch. Der Geheimdienst legte nicht nur die Server der Gruppe lahm, sondern löschte auch alle darauf gespeicherten Daten.

Darüber hinaus verhängte die Agentur gleichzeitig technische Beschränkungen gegen 10 große Ransomware-Banden, die als die gefährlichsten für Kanada eingestuft wurden. Solche Maßnahmen zielen darauf ab, die Kosten für Angriffe für Cyberkriminelle zu erhöhen und ihre Einnahmequellen zu zerstören. Der Bericht enthüllte nicht, in welchen Ländern diese Gruppen genau ansässig sind.

TechCrunch und andere internationale Publikationen weisen darauf hin, dass es selten vorkommt, dass Geheimdienste über ihre eigenen Cyberoperationen berichten. Normalerweise werden solche Informationen geheim gehalten, um die verwendeten Methoden und Techniken nicht preiszugeben. In den letzten Jahren haben jedoch Strukturen wie das U.S. Cyber Command begonnen, eine „Defend Forward“-Strategie zur Prävention von Cyberangriffen offener zu kommunizieren.

Dieser Bericht bestätigt erneut, dass nationale Sicherheit in der modernen Welt nicht nur den Schutz von Grenzen bedeutet, sondern auch die Neutralisierung von Bedrohungen im globalen Netzwerk. Länder wie Kanada beschränken sich im Cyberspace nicht mehr nur auf die Verteidigung, sondern setzen nun aktive Gegenangriffstaktiken gegen Aggressoren ein.

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