Naturkatastrophe in Europa: Waldbrände breiten sich aus

Naturkatastrophe in Europa: Waldbrände breiten sich aus

Große Waldbrände, die in mehreren europäischen Ländern wüten, haben Tausende Hektar Land erfasst. In Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland wurden Hunderte Feuerwehrleute, Spezialausrüstung und Flugkräfte mobilisiert, um die Flammen einzudämmen. Dies berichtete Deutsche Welle .

Es wurde mitgeteilt, dass bei einem Brand, der am Abend des 4. Juli im südfranzösischen Département Pyrénées-Orientales ausbrach, zwei Personen, darunter ein Feuerwehrmann und ein Anwohner, schwer verletzt wurden. Aus dem Gebiet wurden fast 5.000 Einwohnerevakuiert. An den Löscharbeiten sind etwa 700 Feuerwehrleute, 200 Spezialfahrzeuge sowie Dutzende Flugzeuge und Hubschrauber beteiligt.

Nach Angaben der französischen Regierung wurde das Waldbrandrisiko im Juli in 41 Départements des Landes als hoch eingestuft. In sieben davon wurde die höchste Gefahrenstufe ausgerufen.

Aufgrund eines Brandes in einer Recyclinganlage in der Nähe der griechischen Stadt Thessaloniki breitete sich dichter Rauch bis ins Stadtzentrum aus. Die Behörden forderten die Bewohner auf, Fenster zu schließen und möglichst zu Hause zu bleiben. Aufgrund des Vorfalls wurden drei Siedlungen und eine Pflegeeinrichtung mit 157 Bewohnern evakuiert. Ein 76-jähriger Mann wurde wegen Brandstiftung festgenommen.

Auch im Westen von Athen wurde ein großer Waldbrand verzeichnet. An den Löscharbeiten sind 210 Feuerwehrleute, Freiwillige und Spezialflugzeuge beteiligt.

Ein Brand, der seit dem 3. Juli in der spanischen Provinz Girona andauert, hat bereits fast 2.200 Hektar Land verbrannt.

In der portugiesischen Gemeinde Vouzela hat sich ein im Juli ausgebrochener Brand auf eine Fläche von über 12.000 Hektar ausgeweitet. Zu dessen Bekämpfung wurden 1.200 Feuerwehrleute, 400 Spezialfahrzeuge und 15 Flugzeuge mobilisiert. Gleichzeitig schickte Spanien 120 Feuerwehrleute und 45 Spezialfahrzeuge als Hilfe in das Nachbarland.

Lokalen Medienberichten zufolge sind die Hauptbrände in Portugal zwar unter Kontrolle, doch in einigen Gebieten gibt es weiterhin Glutnester.

Experten betonen, dass diese großen Waldbrände in mehreren europäischen Ländern direkt mit dem im Juni verzeichneten anomalen heißen Wetter zusammenhängen könnten.

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