Revolution in der Kernenergie: Ampera entwickelt einen Reaktor, der 30 Jahre lang keinen Brennstoff benötigt

Revolution in der Kernenergie: Ampera entwickelt einen Reaktor, der 30 Jahre lang keinen Brennstoff benötigt

Das US-Unternehmen Ampera hat ein neues Projekt angekündigt, das einen massiven Wandel im Energiesektor einleiten soll. In Zusammenarbeit mit Adelphi Technology hat sich das Unternehmen exklusive Rechte an der Neutronengenerierungstechnologie gesichert. Diese Kooperation zielt auf die Entwicklung ultrakompakter und sicherer subkritischer Kernreaktoren ab, die künftig Rechenzentren, Industrieanlagen und Militärbasen kontinuierlich mit Energie versorgen sollen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Das Hauptmerkmal der Ampera-Technologie liegt in ihrer subkritischen Natur. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kernkraftwerken können diese Reaktoren keine eigenständige Kettenreaktion aufrechterhalten. Eine externe Neutronenquelle ist erforderlich, um den Prozess zu starten und aufrechtzuerhalten. Laut ixbt.com stoppt die Kernreaktion fast augenblicklich, wenn der externe Generator abgeschaltet wird. Dies ist ein Sicherheitsmechanismus auf höchstem Niveau, der das Risiko technologischer Katastrophen minimiert.

Technologische Partnerschaft und neue Möglichkeiten

Im Rahmen des Projekts erwarb Ampera einen Anteil an der kalifornischen Firma Adelphi Technology. Dieses Unternehmen entwickelt seit über 40 Jahren kompakte Neutronenquellen für wissenschaftliche und staatliche Projekte. Nun werden diese Laborentwicklungen für kommerzielle Energiesysteme adaptiert. Experten arbeiten seit Ende 2025 an der Integration von Neutronengeneratoren in die Architektur zukünftiger Reaktoren.

Ampera hat bereits wichtige Schritte auf dem Weg zu seiner nuklearen Plattform unternommen. Insbesondere präsentierte das Unternehmen einen maßstabsgetreuen Prototyp eines Reaktorkerns, der mittels 3D-Druck hergestellt wurde. Diese Konstruktion aus Siliziumkarbid zeichnet sich durch ihre Langlebigkeit und Effizienz aus.

30 Jahre autonome Energie und Brennstoffreserve

Die Entwickler geben an, dass die neue Reaktorgeneration bis zu 30 Jahre ohne Brennstoffwechsel betrieben werden kann. Dieser Wert ist besonders für abgelegene Standorte und den Seeverkehr von Bedeutung. Zukünftig sollen solche Geräte in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Autonome Energieversorgung für große Data-centers;
  • Stabile Stromquelle für Industrieunternehmen und Fabriken;
  • Energieunabhängigkeit für Militärbasen und strategische Einrichtungen;
  • Kompakte Antriebe für große Marineschiffe und U-Boote.
Ampera baut zudem seine eigene Brennstoffinfrastruktur aus. Das Unternehmen hat eine Tochtergesellschaft in Australien gegründet, die sich mit der Thoriumversorgung und der Produktion zukunftsweisender Kernbrennstoffe befasst. Thorium gilt als sicherer und in der Natur häufiger vorkommend als herkömmliches Uran.

Für Länder wie Usbekistan, die ihre Energiesysteme modernisieren und Interesse an der Kernenergie zeigen, könnten solche kompakten und sicheren Technologien in Zukunft von großer Bedeutung sein. Kleine modulare Reaktoren zeichnen sich durch eine schnellere Bauweise und sicherere Steuerung im Vergleich zu großen Kernkraftwerken aus.

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