Apple verklagt OpenAI: Vertrauliche Daten gestohlen

Ein schwerwiegender Rechtsstreit ist zwischen zwei Giganten der Technologiewelt entbrannt: Apple und OpenAI. Apple hat Klage gegen OpenAI, einen führenden Anbieter im Bereich AI, eingereicht und wirft dem Unternehmen den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie die illegale Beschaffung vertraulicher Informationen vor. Der Klageschrift zufolge hat OpenAI durch das Abwerben ehemaliger Apple-Mitarbeiter wichtige technische Dokumente zu noch nicht angekündigten Produkten erlangt. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.
In den von Apple eingereichten Unterlagen heißt es, dass der ehemalige Systemingenieur Chang Liu nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen vertrauliche Dateien heruntergeladen hat, indem er eine seltene und bisher unbekannte Sicherheitslücke (Bug) im Apple-Netzwerk ausnutzte. Diese Schwachstelle fällt in die Kategorie „Zero-Day“, was bedeutet, dass der ehemalige Mitarbeiter sie für böswillige Zwecke ausnutzen konnte, bevor die Ingenieure von Apple sie beheben konnten.
Vertrauliche Projekte und technischer Diebstahl
Laut TechCrunch blieb Chang Liu noch mehrere Wochen nach Beginn seiner Tätigkeit bei OpenAI mit dem Apple-Netzwerk verbunden. Er eignete sich Dutzende Dokumente zu Hardware-Tools an, darunter technische Präsentationen, technische Spezifikationen und Projektdaten für Produkte, die noch nicht auf dem Markt sind. Eine Überprüfung der Apple-Serverprotokolle ergab, dass nur Liu diese Sicherheitslücke ausgenutzt hatte.Zudem wird in der Klage angeführt, dass Liu nicht nur einen Systemfehler ausnutzte, sondern auch ohne Genehmigung auf den Arbeitslaptop seines Bekannten Yu-Ting Peng zugriff, der zu diesem Zeitpunkt noch bei Apple angestellt war. Später verließ auch Peng Apple und schloss sich dem Team von OpenAI an. Dieser Vorfall wird als systematischer Versuch von OpenAI gewertet, interne Daten von Apple zu sammeln.
Nach Angaben von Apple-Vertretern hat der ehemalige Mitarbeiter seinen Dienstlaptop nicht zurückgegeben und versucht, darüber auf die Cloud-Speicher des Unternehmens zuzugreifen. Im Februar 2024 wurde festgestellt, dass Liu wiederholt versucht hatte, in das interne Netzwerk von Apple einzudringen, in dem technische Dateien und Projektdokumente gespeichert sind.
Schwachstellen im Sicherheitssystem
Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie schwierig es für große Technologiekonzerne ist, die Datensicherheit bei der Kündigung von Mitarbeitern zu gewährleisten. Normalerweise müssen alle Zugriffsrechte sofort entzogen werden, sobald ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Dennoch bleibt das Risiko bestehen, dass vertrauliche Informationen aufgrund unerwarteter Softwarefehler oder menschlichen Versagens in fremde Hände gelangen.Apple gab bekannt, dass diese Sicherheitslücke inzwischen vollständig behoben und alle unbefugten Zugangspunkte geschlossen wurden. OpenAI hat sich bisher nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Es wird erwartet, dass dieser Rechtsstreit nicht nur die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen, sondern auch die Regeln für den Personalwechsel und den Schutz geistigen Eigentums im gesamten Silicon Valley maßgeblich beeinflussen wird.

















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