NASA-Klimadaten auf Schweizer Supercomputer übertragen: 100-Petabyte-Archiv

Forscher der ETH Zürich haben eine riesige Menge an offenen Daten der NASA erfolgreich an das CSCS-Supercomputerzentrum in Lugano übertragen. Dieses Archiv mit einem Umfang von etwa 100 petabytes enthält einzigartige Daten, die über Jahrzehnte der Beobachtung des Erdklimas und der atmosphärischen Veränderungen gesammelt wurden. Dieser Schritt zielt nicht nur darauf ab, wertvolles wissenschaftliches Erbe zu bewahren, sondern auch Klimamodelle mithilfe von AI auf eine neue Stufe zu heben. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Das Ausmaß der Datenbank ist beeindruckend: Das Archiv besteht aus fast 6 Milliarden Dateien, deren Neuerstellung unmöglich viel Zeit in Anspruch genommen hätte. Laut ixbt.com dauerte der Prozess, dieses riesige digitale Array von den USA in die Schweiz zu verlagern, fast ein Jahr. Die Sammlung enthält detaillierte Berichte über Treibhausgaskonzentrationen, Wolkenbewegungen, Niederschlagsmengen, den Zustand von Gletschern sowie komplexe Prozesse in den Ozeanen.
AI und Klimaprognose
Das Hauptziel der Projektorganisatoren ist es, diese Daten für das Training von AI-Modellen zu nutzen. Aktuelle Wettervorhersagesysteme stützen sich auf komplexe physikalische Gleichungen und benötigen Stunden für Berechnungen. AI-Modelle der neuen Generation können auf Basis historischer Daten globale Prognosen für mehrere Tage in nur einer Minute erstellen. Dies verbessert die Frühwarnsysteme für Naturkatastrophen grundlegend.Forscher betonen, dass eine solche Geschwindigkeit für die Landwirtschaft und den Energiesektor lebenswichtig ist. Beispielsweise hilft eine frühere Warnung vor erwarteten Überschwemmungen, Stürmen oder Dürren dabei, wirtschaftliche Verluste zu reduzieren. Die Wissenschaftler der ETH Zürich planen, in Zukunft auch die große Datenbank der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in die Schweiz zu kopieren.
Politische Risiken und Sicherheitsmaßnahmen
Hinter der Datenmigration stehen auch gewisse Bedenken. Vermutungen, dass die Finanzierung der Klimaforschung in den USA gekürzt werden könnte, zwangen Wissenschaftler dazu, über die Zukunft der wissenschaftlichen Infrastruktur nachzudenken. Obwohl alle Daten offen und nicht vertraulich sind, sorgt die Speicherung einer zusätzlichen Kopie in Europa für wissenschaftliche Stabilität. Schließlich hängt der Fortschritt der Wissenschaft oft von langfristigen politischen Entscheidungen ab.Derzeit wird das NASA-Archiv in der Nähe des Alps-Systems gespeichert, das als einer der leistungsstärksten Supercomputer der Welt gilt. Wissenschaftler hoffen, diese Rechenleistung mit den riesigen Beobachtungsergebnissen zu kombinieren, um Muster im Klimawandel zu identifizieren, die bisher schwer zu erkennen waren. Solche technologischen Lösungen sind auch für Regionen wichtig, die empfindlich auf den Klimawandel reagieren, da eine höhere Genauigkeit globaler Modelle auch lokale Wettervorhersagen positiv beeinflusst.

















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