Spuren von Außerirdischen: Wissenschaftler schlagen neue Methode zur Signalsuche aus dem All vor

Möglicherweise sucht die Menschheit seit Jahrzehnten mit falschen Methoden nach außerirdischen Zivilisationen. Die Autoren einer neuen wissenschaftlichen Studie schlagen vor, den Ansatz zur Suche nach Anzeichen intelligenten Lebens im Universum grundlegend zu überdenken. Ihrer Meinung nach sollte der Fokus anstelle der von uns erwarteten komplexen und extrem kurzen Laserimpulse auf viel einfachere und günstigere Technologien gerichtet werden. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Laut Ixbt.com führen die Forscher den wirtschaftlichen Faktor als Hauptargument an. Wenn eine technologisch fortgeschrittene Zivilisation Ressourcen sparen möchte, wird sie anstelle teurer Femtosekunden-Sender höchstwahrscheinlich Mikro- oder Millisekunden-Laserbaken bauen, die jahrhundertelang ihren Dienst tun. Solche autonomen Geräte sind viel widerstandsfähiger und eignen sich besser zum Senden von Signalen über große Entfernungen.
Wissenschaftler vermuten, dass solche Laserbaken möglicherweise nicht in der Nähe von Sternen, sondern in interstellaren Umlaufbahnen platziert sind, beispielsweise in Regionen, die den Flugbahnen der Voyager-Sonden der Menschheit ähneln. Diese Methode erleichtert es, das Signal vom starken Sternenlicht zu trennen, und reduziert den Bedarf an komplexen Filtersystemen.
Warum haben wir sie noch nicht gefunden?
Das Problem liegt möglicherweise nicht im Fehlen von Signalen, sondern in Mängeln unserer Suchmethoden. Die derzeit bei Himmelsbeobachtungen verwendete Belichtungszeit reicht von einigen Sekunden bis zu Stunden. Über so lange Zeitintervalle werden Mikrosekundenblitze einfach „verwässert“ und sind nicht mehr vom Hintergrundrauschen zu unterscheiden. Die Forscher betonen, dass bestehende SETI-Programme gegenüber dem Mikrosekundenbereich des Universums praktisch „blind“ sind.Um diese Lücke zu schließen, wird das Projekt Cosmic Lighthouses vorgeschlagen. Im Rahmen des Projekts ist der Einsatz von drei modernen Technologien vorgesehen:
- CMOS-Matrizen, die extrem kurze Blitze aufzeichnen können;
- Diffraktiv-refraktive MODE-Linsen, die großflächige Beobachtungen ermöglichen;
- Moderne NVIDIA und andere Arten von Grafikprozessoren (GPU), die große Datenmengen in Echtzeit verarbeiten.
Berechnungen zufolge kann selbst ein einfaches Teleskop auf der Erde mit einem Durchmesser von 1 Meter eine 100 MW starke Laserbake aus einer Entfernung von 72 Lichtjahren erkennen. In diesem Abstand befinden sich etwa 3.000 nahegelegene Sternensysteme. Wenn sich wiederholende Impulse während einer Woche Beobachtung ansammeln, besteht die Möglichkeit, die Echtheit des Signals wissenschaftlich zu beweisen.
Dieses Projekt ist nicht nur für die Entdeckung von Außerirdischen von Bedeutung, sondern auch für die Astronomie im Allgemeinen. Durch die Untersuchung des Mikrosekundenbereichs könnten Wissenschaftler bisher unbekannte, schnelle astrophysikalische Prozesse im Universum entdecken. Selbst wenn keine künstlichen Baken gefunden werden, wird diese Forschung unser Wissen über das Universum erheblich bereichern.

















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