Konflikt zwischen Apple und Micron: Werden chinesische Speicherchips für das iPhone benötigt

Konflikt zwischen Apple und Micron: Werden chinesische Speicherchips für das iPhone benötigt

Der US-Technologieriese Apple versucht, die Regierung von Donald Trump zu überzeugen, die Verwendung von in China hergestellten Speicherchips für das iPhone und andere Geräte zu erlauben. Es wird erwartet, dass diese Initiative nicht nur in der Technologielieferkette, sondern auch in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China neue Debatten auslöst. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Laut ixbt.com hat Apple-Chef Tim Cook diese Angelegenheit persönlich mit Präsident Donald Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent besprochen. Das Unternehmen möchte sich das Recht sichern, von den chinesischen Unternehmen Changxin Memory (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC) hergestellte Chips in Geräten zu verbauen, die für Märkte außerhalb der USA bestimmt sind.

Scharfer Einspruch von Micron

Amerikas größter Speicherchiphersteller, Micron Technology, lehnt diesen Plan jedoch entschieden ab. Unternehmenschef Sanjay Mehrotra warnte die Regierung und betonte, dass die Öffnung der Tür für chinesische Lieferanten ein schwerer Schlag für die US-Halbleiterindustrie wäre. Nach Ansicht von Micron-Vertretern widerspricht die Abhängigkeit von chinesischer Technologie, selbst für ausländische Märkte, der nationalen Sicherheit und den wirtschaftlichen Interessen.

Das Micron-Management betont, dass das Problem der Chipknappheit durch die Ausweitung der Produktion in den USA selbst gelöst werden kann. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen Investitionen in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar in inländische Fabriken zugesagt. Dieser Schritt wird als strategischer Schritt zur Sicherung der technologischen Unabhängigkeit der USA gewertet.

Warum wählt Apple chinesische Chips?

Apple hingegen geht die Sache anders an. Sie sind der Meinung, dass die Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten dazu beitragen wird, die weltweit beobachtete Knappheit an Speicherchips zu lindern. Darüber hinaus wird ein verstärkter Wettbewerb zu niedrigeren Komponentenpreisen führen, wodurch das Endprodukt — das iPhone — für Kunden erschwinglicher wird.

Apple äußerte sich zudem unzufrieden darüber, dass Micron seine monopolistische Marktstellung ausnutze, um übermäßige Gewinne zu erzielen. Der Gigant aus Cupertino will durch die Diversifizierung seiner Lieferkette das Risiko verringern, von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein. Dies ist auch für importabhängige Märkte wichtig, da die Komponentenpreise direkt den Einzelhandelspreis von Gadgets beeinflussen.

Derzeit prüft die Regierung des Weißen Hauses diesen Interessenkonflikt zwischen den beiden Giganten. Sollte Apple die Genehmigung erhalten, könnte dies eine unerwartete Wende in der strengen Sanktionspolitik der USA gegenüber chinesischen Technologien bedeuten. Infolgedessen könnten die Preise auf dem globalen Technologiemarkt sinken oder umgekehrt die geopolitischen Spannungen weiter zunehmen.

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