EON will globale Datengeschwindigkeiten mit Lasern im Weltraum steigern

Während heute weltweit große Rechenzentren in rasantem Tempo gebaut werden, hängt die Übertragung digitaler Daten über Ozeane noch weitgehend von Glasfaserkabeln am Meeresboden ab. Laut ixbt.com ist die Installation, Wartung und Reparatur dieser Kabel jedoch äußerst komplex, während das Netzwerk selbst ebenfalls sehr anfällig ist. Herkömmliche terrestrische Funkwellen bieten nicht genügend Bandbreite. Laut Techcrunch.com wird dies berichtet.
Als Lösung für dieses Problem werden weltraumgestützte Lasertechnologien vorgeschlagen. Das im Mai dieses Jahres gegründete Startup Endeavor Optical Networks (EON), das eine Anschubfinanzierung von insgesamt 10,75 Millionen US-Dollar erhalten hat, plant den Aufbau eines Netzwerks aus Lasersatelliten, die Rechenzentren aus dem Orbit verbinden. Die Unternehmensgründer Charlie Horowitz und Tyler Presser verfolgen dabei ehrgeizige Ziele.
Eine neue Phase der Weltraumkommunikation
Die meisten Satellitenkommunikationssysteme können keine Geschwindigkeiten von 200 Terabit pro Sekunde oder mehr liefern, wie sie Seekabel ermöglichen. Die Entwicklung leistungsfähigerer Satelliten und optischer Technologien erweitert jedoch seit einigen Jahren die Möglichkeiten, Daten mithilfe von Lasern aus dem All zur Erde zu übertragen. NASA setzte Laserkommunikation insbesondere bei seiner jüngsten Mondmission erfolgreich ein.Dennoch erreichten von privaten Raumfahrtunternehmen zuvor getestete Kommunikationsverbindungen lediglich 2,5 Gigabit pro Sekunde, während EON eine völlig andere Größenordnung anstrebt. Nach Angaben des Unternehmenschefs besteht das erste Ziel darin, eine Bandbreite von 2,4 Terabit pro Sekunde zu erreichen. Dafür müssen atmosphärische Hindernisse und durch Wolken verursachte Signalverzerrungen überwunden werden.
Die aktuellen Pläne des Projekts
EON beabsichtigt, im Weltraum ein Netzwerk aus etwa 20 Satelliten aufzubauen. Jedes Raumfahrzeug soll eine dedizierte Verbindung zwischen zwei Kontinenten bereitstellen. Das Unternehmen will sich besonders auf Strecken konzentrieren, auf denen die Datenübertragung schwierig oder die Infrastruktur unzureichend ist, darunter Verbindungen zwischen Frankreich und Australien sowie zwischen Afrika und Südamerika.In der aktuellen Phase will das Startup die eingeworbenen Mittel für den Bau eines optischen Labors, die Einstellung von Ingenieuren und die Vorbereitung des Starts eines Testsatelliten verwenden, der für Ende 2027 geplant ist. EON konzentriert sich auf die Entwicklung spezieller optischer Kommunikationsterminals und plant, fertige Satellitenbusse zu kaufen.

















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