USA könnten optische Transceiver aus China verbieten

USA könnten optische Transceiver aus China verbieten

Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) bereitet neue Beschränkungen vor, die den Import in China hergestellter optischer Transceiver verbieten würden. Laut von Reuters zitierten informierten Quellen könnte diese wichtige Entscheidung bis Ende 2026 getroffen werden. Die Maßnahme wäre der nächste Schritt in Washingtons Politik, die Abhängigkeit von chinesischer Telekommunikationstechnik zu verringern. Dies berichtet Ixbt.com.

Optische Transceiver gehören zu den wichtigsten Elementen moderner Serverinfrastrukturen. Sie wandeln elektrische Signale in optische Signale und umgekehrt um und ermöglichen so die Übertragung von Daten mit extrem hoher Geschwindigkeit zwischen Servern und Netzwerkgeräten. Diese Module bilden die Grundlage von Rechenzentren, Cloud-Plattformen und für künstliche Intelligenz entwickelten Computersystemen.

Sicherheitsbedenken und Marktführer

Laut Reuters befürchten US-Behörden, dass diese Geräte für Cyberespionage, das Einschleusen von Schadsoftware oder die Störung kritischer Infrastrukturobjekte eingesetzt werden könnten. Die Technologien sind strategisch bedeutsam, da sie gegenüber herkömmlichen Kupferverbindungen höhere Geschwindigkeiten und eine bessere Energieeffizienz bieten.

Einer der weltweit größten Hersteller optischer Transceiver ist heute das chinesische Unternehmen Innolight, auf das rund 27 % des globalen Marktes entfallen. In den USA stellen Unternehmen wie Lumentum, Coherent und Applied Optoelectronics ähnliche Produkte her. Quellen zufolge liegen sie beim Produktionsumfang jedoch noch hinter ihren chinesischen Wettbewerbern zurück.

US-Politik gegenüber chinesischer Technologie

In den vergangenen Jahren haben die USA Beschränkungen gegen Produkte von Huawei verhängt und die Regeln für bestimmte Drohnentypen, Netzwerkgeräte und Robotiksysteme verschärft. Nun könnten optische Transceiver neben Routern, Saugrobotern und Wechselrichtern aus China auf die schwarze Liste gesetzt werden.

Gleichzeitig erlaubt das US-Recht unter bestimmten Bedingungen vorübergehende Ausnahmen. So erhielten Netgear und Amazon zuvor Sondergenehmigungen für die Nutzung bestimmter Gerätetypen.

Reaktion Chinas

Die chinesische Botschaft in Washington forderte die USA auf, von einer weiteren Verschärfung der Beschränkungen abzusehen und die Interessen der Unternehmen beider Länder zu berücksichtigen. Peking erklärte seinerseits, sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vorzubehalten, falls Washingtons Maßnahmen chinesischen Unternehmen schadeten.

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