Einer der seltensten Fische der Welt, der „Dämonenfisch“, unter Militärbasis entdeckt

im US-Bundesstaat Alabama, wo während des Zweiten Weltkriegs chemische Waffen hergestellt wurden, Redstone Arsenal haben Wissenschaftler unter der Militäranlage einen der Wissenschaft bisher unbekannten Höhlenfisch identifiziert. Die Studie über die neue Art Scientific Reports wurde in der Fachzeitschrift veröffentlicht.
Die neue Art erhielt den Namen Demogorgonichthys arcanus Die Wissenschaftler verbanden den Namen mit der Demogorgon-Figur aus der beliebten Netflix-Serie „Stranger Things“ sowie mit einem unterirdischen Geist aus der griechischen Mythologie. Experten halten ihn für einen der seltensten Höhlenfische der Welt.
Die Entdeckung erfolgte zufällig bei weiteren Beobachtungen in der Bobcat-Höhle. Der Studienleiter Matthew Niemiller, Biologe an der University of Alabama, fiel beim Durchqueren der Höhle in ein Wasserbecken und bemerkte dabei seltsame Fische, die sich unter einem Felsen versteckten. Mit einer Unterwasserkamera konnte er sie filmen.

Nach der Analyse der Aufnahmen stellten die Forscher fest, dass sich die Fische deutlich von den in der Region bereits bekannten Südlichen Höhlenfischen unterschieden. Die neue Art besitzt einen charakteristischen Höcker am Kopf, eine längere Schnauze und anders aufgebaute Flossen.
Genetische Analysen zeigten anschließend, dass dieser Fisch keiner der bisher dokumentierten Höhlenfischgruppen angehört. Außerdem entdeckten die Forscher charakteristische Mutationen in Genen, die mit Rhodopsin, dem für das Sehvermögen verantwortlichen Protein, verbunden sind. Dies deutet darauf hin, dass die Art ihr Sehvermögen durch unabhängige Evolution in einer völlig dunklen Umgebung verloren hat.

Experten zufolge lebt die neu entdeckte Art ausschließlich in der Bobcat-Höhle. Daher könnte ihre Population sehr klein sein. Da die Höhle über das Grundwasser mit der Außenwelt verbunden ist, besteht zudem weiterhin die Gefahr einer Verschmutzung.
Die Autoren der Studie Demogorgonichthys arcanus könnte nach internationalen Kriterien des Naturschutzes zu den stark gefährdeten Arten zählen. Die genaue Größe der Population dieses seltenen Fisches ist bislang nicht bekannt, da viele Tiere in schwer zugänglichen Höhlenbereichen leben.

















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