Vertrauliche Boeing-Flugzeugzeichnungen ins Darknet gelangt

Wichtige technische Dokumente und Konstruktionszeichnungen des Flugzeugherstellers Boeing wurden im Darknet zum Verkauf angeboten. Der Vorfall könnte nicht nur eine ernsthafte Bedrohung für die Unternehmenssicherheit, sondern auch für die internationale Exportkontrolle darstellen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Laut ixbt.com hat ein unbekannter Hacker ein umfangreiches Archiv mit einer Gesamtgröße von 70 Gigabyte zum Verkauf angeboten. Die Dokumente stehen in direktem Zusammenhang mit den Produktionsprozessen der Passagierflugzeuge Boeing 737 und Boeing 787. Der geforderte Preis beträgt 200.000 US-Dollar. Zugleich erklärte der Verkäufer, dass er zu Preisverhandlungen bereit sei.
Inhalt und Quelle der geleakten Daten
Nach Einschätzung von Experten stammt die Datenquelle vermutlich von SEKISUI Aerospace, einem in den USA tätigen Unternehmen, das zum japanischen Konzern Sekisui Chemical gehört. Das Unternehmen stellt Luftfahrtkomponenten aus Verbundwerkstoffen und thermoplastischen Materialien her und gilt als einer der wichtigsten Zulieferer für Boeing-Programme.Nach Angaben des Verkäufers enthält das erworbene Archiv folgende wichtige technische Materialien:
- Arbeitszeichnungen im PDF-Format und technische STEP-Dateien
- Dreidimensionale (3D-)Modelle sowie Spezifikationen für Materialien und Bauteile
- Informationen über Produktionsanlagen und Beschreibungen der technologischen Verfahren zur Herstellung von Bauteilen
- Boeing-Katalognummern sowie Dokumente zu Rümpfen, Tragflächen, tragenden Strukturen und Interieurelementen
Sicherheits- und Exportkontrollfragen
Experten betonen besonders, dass sich unter den bereitgestellten Daten Dokumente mit speziellen Kennzeichnungen befinden, die der US-Exportkontrolle unterliegen. Sollten diese Dateien tatsächlich echt und korrekt sein, könnte ihr Verkauf an Dritte einen Verstoß gegen die strengen US-Beschränkungen für die Übertragung und den Export technischer Daten darstellen.Zur Einordnung: SEKISUI Aerospace arbeitet nicht ausschließlich mit Boeing zusammen. Zu den Kunden und Partnern des Unternehmens gehören auch Spirit AeroSystems, Triumph Group sowie große Luft- und Raumfahrtorganisationen wie NASA, Lockheed Martin und Northrop Grumman. Bisher gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung dafür, dass der großangelegte Datenabfluss vertrauliche Materialien anderer Einrichtungen betroffen hat.

















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