Phia-Führung in Affiliate-Marketing-Skandal verwickelt

Phia, das von Phoebe Gates und Sophia Kianni gegründete Shopping-Start-up, ist erneut in einen schweren Skandal verwickelt. Laut Bloomberg wussten die Führungskräfte des Unternehmens von der „Cookie-Stuffing“-Praxis, durch die auf der Shopping-Plattform Provisionen für Käufe ohne Beteiligung der Kunden generiert wurden, machten dies jedoch monatelang nicht öffentlich. Dies berichtete TechCrunch.com berichtete berichtete.
„Cookie Stuffing“ gilt im Internetmarketing als äußerst umstrittene und scharf verurteilte Methode. Solche Plattformen unterzeichnen beim Markteintritt in der Regel spezielle Vereinbarungen, diese Methode nicht zu verwenden, da sie eine unfaire Aneignung der Einnahmen anderer Partner bedeutet. Laut Bloomberg behaupteten Phia-Vertreter zunächst, erst durch den Beginn journalistischer Recherchen von dem Problem erfahren zu haben.
Enthüllte Kommunikation und finanzielle Folgen
Laut neuen Informationen von Bloomberg, die auf zugespielten Slack-Nachrichten und Quellen mit Kenntnis der Situation beruhen, wussten Phoebe Gates und Sophia Kianni jedoch bereits im Dezember vergangenen Jahres, dass ihr Start-up diese Methode einsetzte. Die durchgesickerten Nachrichten zeigen eindeutig, dass die Gründerinnen den Fall gemeinsam mit der Unternehmensleitung und Ingenieuren besprachen.Den Recherchen zufolge machte „Cookie Stuffing“ einen erheblichen Anteil an Phias Gesamtumsatz aus. Nachdem das Unternehmen die rechtswidrige Praxis eingestellt hatte, brach sein Tagesumsatz deutlich ein. Außerdem wurde bekannt, dass auch große Marken wie Nike und Nordstrom betroffen waren.
Kein technischer Fehler, sondern eine gezielte Funktion
Zuvor hatten Phia-Vertreter versucht, den Vorfall als einfachen „Softwarefehler“ darzustellen. Ein Bloomberg-Bericht enthüllte jedoch, dass die Funktion gezielt entwickelt worden war und sich ein- und ausschalten ließ. Nach den neuen Vorwürfen wiesen Vertreter des Start-ups einige Anschuldigungen zurück, erklärten jedoch, aus der Situation lernen zu wollen. Auf die Bitte von TechCrunch um eine Stellungnahme gab es bislang keine Antwort.Phia war im April vergangenen Jahres als Google-Flights-ähnliche Plattform gestartet, die Käufern helfen sollte, die besten Preise bei verschiedenen Einzelhändlern zu finden. Nach im Sommer veröffentlichten Recherchen wurde jedoch bekannt, dass das Unternehmen seit Jahresbeginn fast die Hälfte seiner Beschäftigten verloren hatte und viele Marken nicht einmal wussten, dass sie in der App vertreten waren. Zudem war das Start-up zuvor bereits in weitere Skandale im Zusammenhang mit der unerlaubten Erhebung und Verfolgung personenbezogener Daten von Nutzern verwickelt.

















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