Finanzgigant Apollo wird Opfer eines Hackerangriffs

Apollo Global Management, eine der weltweit führenden privaten Investmentgesellschaften, hat offiziell bestätigt, dass persönliche Daten von Nutzern aus seinen Cloud-Systemen gestohlen wurden. Der Cybersicherheitsvorfall ist besonders bemerkenswert, da er sich vor dem Hintergrund einer weiteren groß angelegten Hacker-Kampagne gegen große Unternehmen im Finanz- und Investmentsektor ereignete. Techcrunch.com berichtet darüber.
Laut TechCrunch legte das Unternehmen den Cybervorfall in einem offiziellen Schreiben an den Generalstaatsanwalt von Kalifornien offen. Apollo-Personalchef Matthew Breitfelder erklärte, die Angreifer hätten sich zwischen dem 6. und 10. Juli dieses Jahres mithilfe von Social Engineering unbefugten Zugang zur Cloud-Umgebung des Unternehmens verschafft.
Gestohlene Daten und das Ausmaß des Risikos
Zu den in die Hände von Cyberkriminellen gelangten Daten gehörten Namen, Geburtsdaten, Privatadressen und andere Kontaktdaten von Bürgern sowie Sozialversicherungsnummern. Im offiziellen Schreiben wurde jedoch nicht präzisiert, wessen persönliche Daten offengelegt wurden—die von Mitarbeitern oder von Vertretern mit dem Unternehmen verbundener Organisationen.Apollo Global Management gilt derzeit als einer der weltweit größten Investmentfonds und verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 938 Milliarden US-Dollar. Den öffentlichen Berichten des Unternehmens zufolge beschäftigte es im Februar 2026 knapp fünf Personen. Trotz Anfragen von Medienvertretern lehnten Unternehmenssprecher eine weitere Stellungnahme bislang ab.
Wer steckt hinter den Cyberangriffen?
Der bestätigte Cyberangriff ereignete sich wenige Wochen, nachdem Google-Sicherheitsforscher vor einer groß angelegten Erpressungskampagne gegen den Finanzsektor gewarnt hatten. Reuters hatte zuvor berichtet, dass neben Apollo auch große Finanzunternehmen wie Blackstone, Bridgewater und Bain Capital ins Visier von Hackern geraten waren.Nach Angaben von Google-Analysten setzen Gruppen namens Falcon, Helix, Pink und Redact häufig Social-Engineering-Methoden ein. Die Angreifer geben sich als IT-Support aus, rufen Mitarbeiter an und bringen sie dazu, Passwörter und Multi-Faktor-Authentifizierungscodes über gefälschte Anmeldeportale einzugeben.
Nachdem sie die Daten erlangt haben, fordern die Hacker Geld von den Unternehmen oder drohen mit der Veröffentlichung der Informationen. Bei einigen ähnlichen Angriffen sollen Kriminelle Erpressungsgelder von bis zu 750.000 US-Dollar erlangt haben.

















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