USA erlauben privaten Unternehmen erstmals Cyberangriffe

Die US-Regierung hat eine historische Entscheidung getroffen und speziell überprüften privaten Unternehmen erlaubt, offensive Cyberoperationen gegen internationale kriminelle Gruppen und Hacker durchzuführen. Laut einem neuen, vom Weißen Haus veröffentlichten Präsidialmemorandum ermöglicht dieser Schritt Bundesbehörden, die innovativen Fähigkeiten des privaten Sektors im Kampf gegen Cyberkriminalität zu nutzen. TechCrunch.com berichtet .
Dem Dokument zufolge dürfen am Programm teilnehmende private Unternehmen störende Angriffe durchführen, die auf die Vernichtung von Daten oder Systemen im Besitz von Kriminellen abzielen, sowie mithilfe von Spionagesoftware Aufklärungsdaten sammeln. Diese Maßnahmen sollen die Bundesregierung vor Erpressung, Finanzbetrug und Ransomware-Angriffen auf Bundesebene schützen.
Ein grundlegender Wandel in Politik und Gesetzgebung
Den von ixbt.com und anderen Quellen verbreiteten Informationen zufolge stellt diese politische Änderung einen grundlegenden Wandel im US-amerikanischen Bundesrecht zu Computer-Hacking dar. Die zuvor geltenden Regeln untersagten privaten Unternehmen strikt, ohne gerichtliche Genehmigung Cyberangriffe oder Hacking-Aktivitäten durchzuführen.Unter früheren Regierungen durfte sich der private Sektor lediglich gegen eingehende Cyberangriffe verteidigen und hatte kein Recht, Vergeltungsangriffe zu starten. Das neue Memorandum ändert diesen Ansatz jedoch und eröffnet eine völlig neue Phase der Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft.
Sicherheitsmaßnahmen und Bedingungen
Das Programm befindet sich noch in der Anfangsphase. Wie es vollständig funktionieren wird, soll in speziellen Richtlinien festgelegt werden, die innerhalb der nächsten zwei Monate ausgearbeitet werden. Die Regierung plant außerdem, kleine spezialisierte Unternehmen einzubeziehen, da diese bei der Durchführung eng begrenzter Operationen möglicherweise effektiver sind.Jedes Unternehmen, das teilnehmen möchte, muss 1 Million US-Dollar auf ein Escrow-Konto einzahlen. Dieser Betrag wird bei festgestellten Verstößen eingezogen. Außerdem muss jede Operation von Vertretern des Justizministeriums und des Ministeriums für Innere Sicherheit genehmigt und unter strenger Aufsicht der Bundesregierung durchgeführt werden.
Erwartete Herausforderungen
Dem Memorandum zufolge muss garantiert werden, dass sich die Aktivitäten privater Unternehmen nicht gegen Systeme oder Bürger auf dem Gebiet der USA richten. Gleichzeitig müssen teilnehmende Unternehmen die Regierung unverzüglich über erwartete Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Stromnetze und Wasserversorgung informieren.Experten und Kritiker befürchten, dass die Einbindung privater Unternehmen in Hacking-Aktivitäten auf Regierungsebene künftig gravierende rechtliche Probleme und Streitigkeiten auslösen könnte. Dennoch betont das Weiße Haus, dass dieser innovative Ansatz zur Gewährleistung der Cybersicherheit notwendig sei.

















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