Astronomen machen die neuesten und detailliertesten Aufnahmen des Sterns Beteigeuze

Ein internationales Astronomenteam hat die bisher detailliertesten Aufnahmen von Beteigeuze gemacht, einem der der Erde am nächsten gelegenen Roten Überriesen. Die Geheimnisse dieses Himmelskörpers, der etwa 800-mal größer als die Sonne ist und am Ende seiner Entwicklung als Supernova explodieren soll, sind für die Wissenschaft von großer Bedeutung. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Laut ixbt.com wurden die Beobachtungen mit dem ALMA-Radiointerferometer durchgeführt. Mit diesem riesigen Instrument stellten die Wissenschaftler fest, dass die submillimetrische Photosphäre des Sterns eine unebene, fast „gewellte“ Struktur aufweist und zudem mehrere rötliche Regionen sowie einen hellen Bereich enthält, der unerwartet lange Bestand hatte. Beteigeuze ist etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Besonderheiten der Sternatmosphäre
Neue Beobachtungen aus dem Jahr 2023 zeigten, dass der Radius der submillimetrischen Photosphäre von Beteigeuze etwa das 1,1- bis 1,3-fache des Sternradius beträgt, bei einer Durchschnittstemperatur von etwa 2300 K. Diese Struktur ist jedoch nicht kugelförmig: Die Abweichungen im sichtbaren Radius erreichen etwa 6 Prozent. Eine schwächere Strahlung wird in Entfernungen bis zum 2,5-fachen des Sternradius beobachtet.Die Forscher fanden mindestens zwei heißere Regionen im nordöstlichen und südwestlichen Teil der Sternscheibe. Die hellste davon war etwa 800 K heißer als das umgebende Gas. Experten führen diese Strukturen auf starke Konvektionsprozesse im Inneren von Beteigeuze zurück. Riesige Mengen heißen Gases steigen aus dem Inneren des Sterns auf und könnten Schockwellen in den äußeren Schichten auslösen.
Langzeitstrukturen und zukünftige Beobachtungen
Der Vergleich der neuen Daten mit Beobachtungen aus dem Jahr 2015 ergab eine große Überraschung. Der helle Bereich im nordöstlichen Teil der Scheibe ist praktisch an derselben Stelle geblieben und hat die gleiche Intensität beibehalten. Dies deutet darauf hin, dass diese Struktur seit mindestens sieben Jahren existiert, was deutlich länger ist, als aktuelle Modelle für große konvektive Merkmale vorhersagen.Beteigeuze erregte vor einigen Jahren die Aufmerksamkeit der Astronomen, nachdem es zu einem drastischen Helligkeitsabfall kam, der als „Große Verdunkelung“ bekannt wurde. Obwohl die sichtbaren Veränderungen Spekulationen über eine bevorstehende Supernova-Explosion auslösten, erlauben die vorliegenden Daten keine genaue Vorhersage eines solchen Ereignisses. Wissenschaftler planen, die Beobachtungen mit ALMA fortzusetzen, um die Stabilität der heißen Regionen und deren Zusammenhang mit dem Massenverlust zu untersuchen.
















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