FIFA verhängt harte Sperren gegen argentinische Spieler

FIFA verhängt harte Sperren gegen argentinische Spieler

Der Internationale Fußballverband (FIFA) hat gegen mehrere Schlüsselspieler der argentinischen Nationalmannschaft einige der härtesten Disziplinarstrafen seiner Geschichte verhängt. Nach Angaben von Kun.uz und Goal.com kamen die Unruhen und Schlägereien nach dem im vergangenen Monat zu Ende gegangenen WM-Finale den argentinischen Fußballverband und einige Spieler teuer zu stehen. Wie Goal.com berichtet.

Der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Paredes wurde wegen groben Foulspiels gegen einen gegnerischen Spieler für zehn Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe von 90.000 US-Dollar belegt. Sein Teamkollege Nahuel Molina wurde für sieben Partien gesperrt und muss ebenfalls 90.000 US-Dollar zahlen. Damit beläuft sich die Gesamtsperre der beiden Spieler auf 17 Spiele.

Die Schlägerei und ihre Folgen

Wie die Daily Mail berichtet, kam es nach dem Abpfiff eines hitzigen und kompromisslosen Finales zu einer Massenschlägerei auf dem Spielfeld. Zeitspiel und die zunehmende Anspannung während der Partie führten dazu, dass Leandro Paredes mit dem spanischen Mittelfeldspieler Gavi aneinandergeriet und ihn zu Boden stieß. Obwohl Ärzte und Ersatzspieler versuchten, die Situation zu beruhigen, überschatteten die Szenen auf dem Platz den gesamten Turniereindruck.

Die Unruhen beschränkten sich nicht auf die Ereignisse auf dem Spielfeld. Roberto Ayala aus dem Trainerstab der argentinischen Nationalmannschaft wurde ebenfalls für drei Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe von 30.000 US-Dollar belegt. Thiago Almada und der Spanier Gavi, die aktiv an den Unruhen auf dem Platz beteiligt waren, erhielten jeweils eine Sperre für ein Spiel und eine Geldstrafe von 30.000 US-Dollar.

Zusätzliche Sanktionen gegen den Verband

Neben den individuellen Strafen wurden auch gegen den argentinischen Fußballverband selbst erhebliche finanzielle Sanktionen verhängt. Der Verband muss nicht nur eine Geldstrafe von 321.000 US-Dollar zahlen, sondern seine nächsten beiden Heimspiele in Stadien mit einer Auslastung von nur 50 Prozent austragen.

Diese schweren Sanktionen gegen die Mannschaft stehen nicht ausschließlich mit der Schlägerei im Finale in Verbindung. Laut einer FIFA-Erklärung wurden auch rassistische Beleidigungen, politische Demonstrationen und diskriminierende Aktionen von Fans nach dem Halbfinale gegen England ernst genommen. Besonders scharf verurteilt wurde, dass Spieler nach dem Spiel Banner mit politischen Parolen präsentierten.

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni muss seine Pläne nun grundlegend ändern. Die Mannschaft wird wichtige Länderspiele ohne zwei Stammspieler und ohne die volle Unterstützung des heimischen Publikums bestreiten müssen. Dies wird sich unweigerlich auf das Weiterkommen der Südamerikameister in der nächsten Phase auswirken.

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