Schwere Sturzfluten in Nepal und Tibet: Hunderte Touristen vermisst

Nach schweren Sturzfluten an der Grenze zwischen Nepal und Tibet hat sich eine Tragödie ereignet. Innerhalb weniger Minuten zerstörten Schlamm-, Gesteins- und Wassermassen Straßen, Brücken und Gebäude, wobei das Schicksal Hunderter Menschen ungewiss bleibt.
Die Katastrophe ereignete sich in der nepalesischen Region Rasuwa an der Grenze zu China. Die gewaltigen Wassermassen überfluteten Gebiete um den Fluss Bhote Koshi und verursachten schwere Schäden an Wohngebieten und kritischer Infrastruktur.
Die Lage änderte sich innerhalb weniger Minuten
Ersten Berichten zufolge begann die Naturkatastrophe gegen 8:40 Uhr Ortszeit. Nepals Außenminister Shishir Khanal erklärte im Parlament, dass um 8:37 Uhr ein Erdbeben in der Region registriert wurde, das möglicherweise einen Erdrutsch oder den Abgang von Schnee- und Eismassen ausgelöst haben könnte.
Diese Version ist jedoch noch nicht endgültig bestätigt. Weitere Analysen haben die ersten Berichte, dass das Erdbeben die Flut verursacht habe, in Zweifel gezogen. Experten untersuchen daher weiterhin die genaue Ursache der Katastrophe.
384 Touristen vermisst
Der besorgniserregendste Aspekt der Tragödie ist die Zahl der Vermissten. Nach vorläufigen Angaben des nepalesischen Tourismusverbandes, ist der Kontakt zu 384 Reisenden abgebrochen. Unter ihnen befinden sich 291 Ausländer und 93 nepalesische Staatsbürger. Die Behörden versuchen derzeit, ihren Aufenthaltsort zu ermitteln und ihren Sicherheitsstatus zu überprüfen.
Unter den Vermissten befinden sich Staatsbürger aus Indien, Großbritannien, den USA, Südkorea, Malaysia, Südafrika, Australien und anderen Ländern.

















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