Chinas Long March 6C Rakete im Orbit zerbrochen

Die Oberstufe der chinesischen Long March 6C Trägerrakete ist aufgrund eines unerwarteten Defekts im niedrigen Erdorbit zerbrochen. Laut ixbt.com ereignete sich dieser Zwischenfall nur zwei Tage nach dem erfolgreichen Start von sieben Satelliten, was zur Entstehung von Dutzenden, möglicherweise Hunderten neuer Trümmerteile im Weltraum führte. Dies berichtet Nachrichtenquelle .
Berichten zufolge startete das Raumfahrzeug am 25. August erfolgreich vom Weltraumbahnhof Taiyuan und brachte alle geplanten Apparate in den Orbit. Etwa achtundvierzig Stunden später entdeckten die Überwachungssysteme von LeoLabs jedoch zahlreiche neue Objekte um die verbliebene Oberstufe im Orbit.
Ausmaß und Gefahr von Weltraummüll
Die ersten Anzeichen der Fragmentierung wurden von einem Firmenradar in Westaustralien registriert. Danach bestätigten Beobachtungen einer weiteren Station in Neuseeland diesen Vorfall vollständig. Ersten Messungen zufolge ereignete sich die Zerstörung am 27. August, als sich die Stufe auf einer elliptischen Umlaufbahn zwischen etwa 396 und 482 Kilometern Höhe bewegte.Die genaue Anzahl der entstandenen Trümmerteile bleibt bisher unbekannt. Experten schätzen das Ausmaß des Vorfalls auf Dutzende oder Hunderte neuer Fragmente, die sich derzeit alle auf ähnlichen Flugbahnen weiterbewegen.
Regelmäßig wiederkehrende Vorfälle
Den von LeoLabs bereitgestellten statistischen Daten zufolge ist dies der dritte derartige Vorfall in den letzten vier Jahren, bei dem Raketenstufen der Long March 6-Familie im niedrigen Erdorbit zerbrochen sind. Der erste Notfall dieser Art wurde am 12. November 2022 registriert, der zweite ereignete sich am 6. August 2024.Dennoch weisen Experten auf einige beruhigende Faktoren hin. Insbesondere die relativ geringe Höhe der Umlaufbahnen entschärft die Situation. Der Luftwiderstand der oberen Atmosphäre wird die Geschwindigkeit dieser Fragmente allmählich verringern, sodass sie in die Erdatmosphäre eintreten und innerhalb weniger Jahre vollständig verglühen werden.
Derzeit ist die genaue Ursache für das Zerbrechen der Raketenoberstufe noch unbekannt. Untersuchungen zur Klärung der technischen Ursachen werden von den zuständigen Behörden und Experten fortgesetzt.

















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